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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
Seite
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für Führung von Grenzkriegen zu vereinigen, mehrere Satrapieen einemEinzelnen übergab, ja das Amt des Satrapen sich oft vom Vater aufden Sohn vererbte. Auch die Religion Zoroasters büßte im Verkehrmit den vorderasiatischen Völkern von ihren Vorzügen ein und artete ineinen Bilderdienst aus, in welchem sich die weit über die Dauer despersischen Reiches hinaus erhaltenen Mysterien des Mithras entwickelten.Die äußere Geschichte des Reiches zeigt eine Reihe wechselnder Stellun-gen, die dasselbe den Griechen gegenüber annimmt. Griechische Staatenfinden in fortgesetzter Bekämpfung der Perser ein Mittel, sich eineOberherrschaft in Griechenland zu verschaffen. Dabei bieten Empörun-gen im persischen Reiche Gelegenheiten, dasselbe an besonders verwund-baren Stellen anzugreifen. So verflicht sich die Geschichte des persischenAegyptens in die der Griechen. Dagegen finden in Zwistigkeiten derGriechen auch die Perser Gelegenheit, den gefürchteten Feind durch ihreEinmischung um so entschiedener zu spalten. Doch diese Rolle führtPersien nur vermittelst seines Geldes durch und eine Anerkennung grie-chischer Ueberlegenheit als Vorzeichen dereinstigen Untergangs durch grie- !chische Waffen spricht sich aus in der immer zunehmenden Verwendunggriechischer Soldtruppen bei Erregung und Bekämpfung von Aufständenim Reiche.

31. Die innere Geschichte des Reiches hat nur von gewaltsamenRegierungswechseln und Empörungen zu berichten. Xerres fällt imI. 465 durch Mord auf Austiften eines Befehlshabers seiner Leibwache,des Artabanus aus Hyrkanien, und weil der Mörder dem zweiten SohneArtarerres berichtet, der älteste, Darms, habe den Vater gemordet, wirdauch dieser niedergemacht. Als aber Artabanus mit Ausrottung des !königlichen Hauses umgeht und einen Anschlag auf Artarerres macht, !wird der Verräther von Genoffen verrathen und Artarerres, genannt stLanghand, griechisch Makrocheir, ist in der Herrschaft befestigt. Er hat stdrei Empörungen in Baktrien, in Aegypten, in Syrien zu dämpfen. stDie letzte scheint die drohendste gewesen zu sein. Zopyrus' Sohn Me- ^gabyzus, Satrap von Syrien, hatte eine Empörung Aegyptens gedämpft stund dem Haupte derselben, dem Jnarus, den er gefangen nach Susa ^sandte, das Leben zugesichert. Da aber der König die Zusage nicht sthielt, empörte sich der verletzte Satrap und behauptete sich Jahre lang stgegen die Truppen des Königs. Das Ende der Empörung erfolgte stkeineswegs durch Besiegung und Bestrafung desselben, sondern durcheinen Vergleich, durch welchen er seine Satrapie behauptete. So weit sthatte sich schon die Wirklichkeit mit der Persischen Lehre von der unbe- stdingten Hingebung des Höchsten wie des Niedrigsten an den Willen desKönigs in Widerspruch gesetzt. Auf Artarerres folgte sein einzigerächter d. h. von einer königlichen Gemahlin geborener Sohn Xerres 14

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