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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Perser.

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eiiiigkeit der Griechen würde den persischen Zwecken sehr förderlich ge-wesen sein. Während aber unter solchen Umständen andere Erobererfeindliche Länder dadurch, daß sie Ln denselben Parteien für sich gebildet,besiegt haben, wollte Darius die Griechen in plötzlichem Anlaufe nieder-werfen, ohue die Schwierigkeit zu bedenken, welche bei der Schwer-fälligkeit persischer Heere schon durch die Trennung Griechenlands vonAsien verursacht wurde.

27. Eine Veranlassung zum Zusammenstöße trat nicht sobald ein,wie es bei dem Jneinandergreifen der Gebiete geschehen konnte. Diewestlichen Satrapen Persiens waren zu selbstsüchtig, um eine Ausdeh-nung der Herrschaft planmäßig zu betreiben, die Griechen nicht genugvon Gemeingeist beseelt, daß die Beeinträchtigung der in Asien wohnen-den die europäischen zur Hülfcleistung aufgefordert hätte. Dazu kam,daß die asiatischen Griechen gleich den Phöniciern ein leichtes Joch zutragen hatten. Daher erklärt es sich, daß die Verhältnisse des samischenStaates nicht, wie es leicht geschehen konnte, eine Verwicklung herbei-führten. Unter dem durch Gewalt zur Herrschaft emporgestiegenen Po-lpkrates war Samos der Mittelpunkt eines über benachbarte Inselnund selbst über das auf dem persischen Festlande gelegene Milet ausge-dehnten Staates geworden und Polpkrates stand auf einer Höhe, welcheseinem Freunde, dem ägyptischen Könige Amasis, ein Vorbote jähenFalles zu sein schien. Ein Angriff, den die Lacedämonier zur Unter-stützung der von ihm Vertriebenen auf ihn unternahmen, blieb ohne Er-folg. Seine Macht gab dem zu Dascylium wohnenden Satrapen deshellespontischen Phrpgiens Anlaß, dem lydischen Satrapen Orötes vor-zuwerfen, daß er die schöne Gelegenheit versäumt habe, Samos, dasvon Polpkrates so leicht gewonnen worden, für Persien zu erwerben.Orötes suchte nun zwar den Polpkrates in seine Gewalt zu bekommen,aber, obgleich ihm dieses gelang, benutzte er das Gelingen nicht zumVortheil der persischen Herrschaft, sondern räumte in der Zeit der Ver-wirrung, die nach Kambpses Tode eintrat, den Satrapen zu Dascpliumaus dem Wege. Als aber für diesen und andere Frevel Darius anihm die Todesstrafe hatte vollziehen lassen, mußte in seinem AufträgeOtcmes den Bruder des Polpkrates, Sploson, der sich einstens dem Kö-nige gefällig gezeigt hatte, in die Herrschaft über Samos einsetzcn.Derselbe Otanes brachte auch die am südwestlichen Ende des thracischenBosporus gelegenen Städte Bpzanz und Kalchedon oder Chalccdon, so-wie mit Hülfe lesbischer Schiffe die Inseln Jmbrus und Lemnus unterPersische Herrschaft. Erst ein Aufstand der asiatischen Griechen im I. 500,der von dem europäischen Griechcnlande aus unterstützt worden war,gab Darius den Gedanken eines Heerzuges ein, der strafen und schreckensollte. Der Aufstand war durch persönliche Beweggründe hervorgerufen.