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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Perser.

der Gegenden am Indus gemacht, war aber an den Schwierigkeitengescheitert, welche^die wüsten Gegenden Gedrosiens dem Durchzuge ent-gegensetzten. Unter Dariuö wurde die Sache mit Hülfe einer den In-dus hinab segelnden Flotte, die der Grieche Skylar aus Karyanda führte,von Neuem angegriffen und das Gelingen beweist der Umstand, daßunter den zinszahlenden Satrapieen Indien, worunter die Jndusgegen- ^den zu verstehen sind, aufgeführt wird. Die Herbeischaffung von Le-bensmitteln auf dem Indus wird die Gefahren, mit denen das Unter- inehmen verbunden war, beseitigt haben und vielleicht hat sich für kurze !Zeit die persische Herrschaft über die Pentapotamie hinaus bis an dieWüste erstreckt, die^das Flußgebiet des Indus von dem des Ganges Itrennt. Die Erforschung der südlichen Küsten Asiens durch eine Fahrt, ldie Skylar von der Zndusmündung bis nach Aegypten machte, war ein !ferneres Ergebuiß dieser Unternehmung. Dem bisher fast ununterbro-chen fortgesetzten Laufe der Eroberungen wurde Stillstand geboten, alsder Perserkönig sich Griechenland zum neuen Ziele ausersehen hatte.Eine ganz fremdartige Natur trat hier, wie in dem Lande, so in seinerBevölkerung, den Asiaten entgegen, die für ihre Fähigkeiten unüberwind-lich war. In dem weiten Asien theilt sich das Land in große Massen,die in sich wenig Abwechselung zeigen, in dem kleinen Griechenland ist !die von der Natur gegebene Theilnng eine bis ins Kleinste gehende,und auf engem Räume liegen große Gegensätze einander nahe. So istin dem Menschen in Asien wenig Besonderes, ihm Selbstständigkeit Ver-leihendes, in Griechenland seine),Fülle von Anlagen und Neigungen, diedem Einzelnen für sich eine Bedeutung geben. Bei einem Zusammen- !stoße hatte daher das^Perserreich^ durch die Wucht seiner Massen zuwirken, dagegen Griechenland in der Ordnung, Gliederung und Beweg-lichkeit, sowie in der Spannung geistiger Kräfte, seinen Schutz zu suchen.Wenn Persien dem Zuge seiner Eroberungen folgen sollte, mußte Grie-chenland sein nächstesZZiel sein. Schon beherrschte auf verschiedenen !Punkten das persische Reich griechisches Gebiet und die Bedeutsamkeit, !

welche für dasselbe die Griechen hatten, war eine Aufforderung, die :

Herrschaft über dieses Volk zu erwerben. Lockend, wie für die nordi- ^schen Nomaden das persisches Reich, war für die Perser Griechenland. !Die höhere Bildung schmückt ein Volk mit Vorzügen, nach deren Ge- !nuß das minder gebildete verlangt. Die Neigung der Perser, jedes ider unterworfenen Völker zu dem Zwecke, wozu es durch die ihm eigen- i

thümlichen Kräfte brauchbar schien, zu benutzen, lehrte in den Griechen '

vorzügliche Werkzeuge zur Verfeinerung des Lebensgenusses erkennen,über die man unbeschränkt zu verfügen wünschen mußte. Die Ver-wirklichung dieses Wunsches möchte möglich gewesen sein, wenn sie plan-mäßig und allmälig betrieben worden wäre. Die Getheiltheit und Un- ,