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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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punkte aus und faßte die Länder in Bezeichnungen zusammen, die die !

mächtigsten Völker hervorhoben. Uebrigens ist die Eintheilung, wie sie -

Dariuö gemacht, nicht für die Dauer des Reiches geblieben und zeigt !sich in der Folge namentlich im vorderen Asten eine Vermehrung derSatrapieen, welche durch Zerlegung der ursprünglichen in mehrere ent-stand. So waren auf der kleinastatischen Halbinsel, für welche ursprüng-lich vier Satrapieen, die karisch-lpcisch-pamphplische, die mpsisch-lhdische,die phrpgisch-paphlagonisch-kappadocische und die cilicische angegebenwerden, in späterer Zeit die Landschaften Lpdien, Keinen, Phrpgien, dasbinnenländische Kappadocicn, das am Pontus gelegene Kappadocien,Mysten oder Kleinphrpgicn, wozu Bithynien gehörte, besondere Satra-pieen und wenn die drei Landschaften am Südabhange des Taurus, !Lycien, Pamphylien und Cilicien, nicht ausdrücklich als solche genanntwerden, so hatten doch die beiden ersten wahrscheinlich, das letztegewiß, eine abgesonderte Stellung. So erscheint bloß Paphlagonienvon den Landschaften der Halbinsel nicht als Satrapie, was seinenGrund in dem unbestimmten Verhältnisse seiner Bewohner zum- ^

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23. In dem großen Reiche waren die Mittel, dessen vielartige ^Bestandtheile zu einem Ganzen umzubilden, sehr gering. Der Sturm tder Ervberungslust hatte die Perser fortgerissen, jedem einzelnen der ^

unterworfenen Völker gegenüber stieg die Macht des Königs durch Ver- !mehrung der Gesammtzahl und die Fülle des Genusses war das Ziel,auf das der König seine Bemühungen um Erhaltung und Erweiterung ^des Reiches bezog. Das feinere Mittel, unterworfene Völker durchallmäligcs Auslöschen ihrer Nationalität zu fesseln, war den persischenDespoten fremd. So behielten die unterworfenen Völker ihre Eigen-thümlichkeit in Religion, Sprache, Sitte und Verfassung, indem mandurch das, was sie an Tribut und Kriegsdienst leisteten, der Herrschaft übersie hinreichend genoß. Die Juden gelangten, wenn auch mühsam undkümmerlich, zu einer Wiederherstellung. In den phönicischen Städtenregierten einheimische Könige und Sidon gewann den Vorrang wieder,den es einst an Tprus verloren hatte und den dieses nach der Schwä-chung durch den chaldäischen Krieg nicht zu behaupten vermochte. Dereinzige Einfluß der Perser auf die inneren Angelegenheiten bestand inder allmäligen Abschaffung der Menschenopfer. Die griechischen StädteKleinasiens behielten im Innern ihr hergebrachtes Leben und die-Staats-kunst der Perser beschränkte sich darauf, die Erhebung von Alleinherr-schern in denselben zu begünstigen, von denen man als Preis der ihnengewährten Unterstützung eine unbedingte Ergebenheit erwarten durfte.Dabei war aber der Druck der willkührlichen Satrapenregierung groß !genug, um das Verfolgen höherer Zwecke und den Fortschritt geistiger