derselben besaßen und Aegypten, von den Reichen der vorhergehendenZeit allein noch übrig, ebenso durch seine Verbindung mit Krösus ihreAufmerksamkeit erregt hatte, als es, in der Nähe Syriens gelegen, denBesitz dieses den Persern wegen der Phönicier wichtigen Landes gefähr-den zu können schien. Als besondere Veranlassung aber wird eine Per-sönliche Beleidigung erzählt, welche Amasis dem Perserkönige zugefügthabe und durch welche über sein Haus die Strafe für den Sturz, desApries gekommen sei. Ein ägyptischer Augenarzt, heißt es, von Amasis !einst auf Cyrus Begehren nach Persien gesandt, habe, um sich für die !Entfernung von Heimath und Familie zu rächen, den Kambyses beredet,Amasis Tochter zur Frau zu verlangen. Amasis habe, aus Furcht, seine ,Tochter werde Kcbsweib des persischen Königs werden, da er zur Ver-weigerung nicht den Mnth gehabt, des Apries Tochter als die seinigehingesandt, von welcher Kambyses über den Betrug unterrichtet undzur Rache gereizt worden sei. Eine andere Erzählung, ägyptischenUrsprungs, machte die Tochter des Apries zur Frau des Cyrus undden Kambyses zu deren Sohn, um den Eroberer als Abkömmling dereinheimischen Könige erscheinen zu lassen. Ein Führer griechischer Söld-ner, die seit Psammetich die Stütze der ägyptischen Könige gewesenwaren, Phanes mit Namen, ward abtrünnig und geleitete die Perserdurch die Wüste, welche Asien und Afrika trennt. Ein arabischer Fürst, !unter dem ein Fürst der arabisch redenden, seit dem Falle des ReichesJuda nordwärts vorgerückten Edomiter zu verstehen ist, versorgte dasHeer mit Wasser. Den Amasis trafen die Perser nicht mehr am Leben.Im I. 526 war ihm sein Sohn Psammenit gefolgt. Dieser unterlagim I. 525 den Feinden, trotz dem muthigen Widerstande der griechischenTruppen, in einer Schlacht am pelusischen Nilarm, zog sich nach Mem-phis zurück und mußte sich, obgleich man den persischen Herold, der zurUnterwerfung aufgefordert, in Stücke gehauen hatte, nach einiger Zeitergeben. Erst wurde er von dem Sieger mild, wie Krösus und Laby-netus, behandelt, büßte aber den Versuch einer Empörung mit dem Tode.Seine Rache an Amasis sättigte Kambyses noch durch Mißhandlungseines in Sais aufbewahrten Leichnams. Die Eroberung Aegyptenshatte die Cyrenäer und die an Aegypten grenzenden Libyer erschrecktund beide hatten sich beeilt, durch Geschenke die Herrschaft des Siegersanzuerkennen. Von Aegypten aus sollte nun Carthago angegriffen lwerden, aber der Plan wurde aufgegeben, weil die Phönicier, ohne ,deren Flotte das Unternehmen nicht möglich war, zur Bezwingung desTochterstaates zu helfen sich weigerten. Dagegen unternahm Kambyseseinen Zug in die oberhalb Aegyptens gelegenen äthiopischen Länder,auf welchem er in menschenleeren Gegenden durch den Hunger so großeVerluste erlitt, daß er unverrichteter Sache umkehren mußte. Vor Be-
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