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Die Perser.
sei. Von zwei griechischen Orakeln, worunter das von Gyges für diedamalige Entscheidung über die Herrschaft reich beschenkte zu Delphi,genügten ihm die Antworten und auf die Hauptfrage über die Zweck-mäßigkeit eines Kampfes mit Persien erhielt er von beiden den Bescheid,daß er durch Ueberschrciten des Halys ein großes Reich zerstören werde,sowie ihm auf eine dritte Anfrage wegen der Dauer seiner Herzhaftaus Delphi erst für die Zeit, wo ein Maulthier über die Meder herr-schen werde, die Flucht angerathen wurde. Ohne zu ahnen, daß dasReich, welches fallen solle, auch das eigne sein könne, und daß die Be-zeichnung des Maulthiers auf den Cyrus als einen Sprößling einespersischen Vaters und einer medischen Mutter Passe, begann er denKampf, nachdem er sich durch Bundesgenossenschaft mit den Babyloniern,mit den Aegyptiern und mit dem mächtigsten der griechischen Staaten,dem spartanischen, zu stärken gesucht hatte. So wie sich in dieser Er-zählung der Einfluß zu erkennen gibt, welchen auf den lpdischen Könignicht minder, als die gleichzeitigen saitischen Könige von Aegypten, grie-chische Vorstellungen übten, verräth sie auch die Ansicht des griechischenErzählers von einer unabänderlchen Vorausbestimmung menschlicherSchicksale. Denn es wird ferner erzählt, nachdem Krösus dem Cyrusunterlegen, habe er dem Delphischen Orakel wegen der von ihm er-fahrenen Täuschung Vorwürfe machen lassen, dieses aber habe geant-wortet, daß der Gott, von dem der Ausspruch stamme, das dem Krösusbestimmte und schon zu Gyges Zeit voraus verkündete Schicksal nicht auf-zuheben, sondern nur um wenige Jahre zu verschieben vermocht habe.Der Sturz des Krösus erfolgte, ohne daß seine Bundesgenossen sichfür seine Rettung anstrengten. Zuerst war jenseits des Halys im LandeKappadocien, welches damals den ganzen vom Taurus im Süden unddem Halys im Westen begrenzten Theil der Halbinsel umfaßte, unent-schieden gekämpft worden, aber Krösus zog sich, wie die Erzählung sehrunwahrscheinlich fortfährt, zurück und entließ sein Heer in der Hoffnung,im nächsten Jahre mit Hülfe der Bundesgenossen den Krieg zu erneuern.Doch Cyrus folgte ihm schnell, gewann eine Schlacht, eroberte Sardesmit der Burg und wollte den König, der gefangen worden, auf demScheiterhaufen sterben lassen. Da erinnerte sich der König einer War-nung, die er in den Tagen seines höchsten Glückes von dem weisenGriechen Solon erhalten und die er im Besitze seines vielgepriesenenReichthums nicht geachtet. Er rief den Solon laut mit Name» und,als Cyrus ihn um die Bedeutung des Ausrufes befragte und erfuhr,wie Solon einst gesagt, es sei Niemand vor seinem Ende glücklich zupreisen, da gedachte er der Möglichkeit eines Wechsels seines eigenenGlückes, erhielt den gefangenen König am Leben und bediente sich inder Folge vielfach seines Nathes. Die Lydier versuchten bald darauf