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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Perser.

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wie denn ein Zug nach Baktra ausdrücklich berichtet wird. Jngleichenhatte Cyrus die Nordgrenzen gegen die Nomaden, welche mit den Sky-then verwandt waren und von den Persern Saker genannt wurden, zuschützen. An dem für das Volk der Perser aus seiner Erhebung er-wachsenden Gewinn nahmen natürlich die drei sogenannten edeln Stamme,die das Volk neben vier nomadischen und drei ackerbauenden zählte, denbeträchtlichsten Antheil und unter ihnen wieder den beträchtlichsten derStamm der Pasargaden, dem das vielleicht vor Cyrns schon fürstlicheGeschlecht der Achämeniden angehörte. Ist es auch wahrscheinlich, daßdie Perser schon vordem mit der medischen Religion Einrichtungen, welcheden medischen entsprachen, angenommen hatten, so bildeten sich die For-men für Negierung und Hofhaltung des Königs nach medischen, Muster,so daß der König durch die Herrschaft über fremde Völker auch überseine eigenen Landsleute in einer Weise erhoben wurde, wie er, auf dieBeherrschung des eigenen Landes beschränkt, es nie hätte werden können.Das persische Reich ward nach den Grundlagen, auf denen es ruhte, inWirklichkeit ein medisches, wie es von fremden Völkern oft genanntwird. Am meisten konnte es als ein solches den übrigen iranischenVölkern gelten, die nur ihre Beherrscher vertauscht hatten und derenKräfte jetzt, wenn auch in erhöhtem Maße, für den Dienst des persischen,wie vorher für den des medischen Königs, in Anspruch genommen wurden.

11. Die fernere Thätigkeit des Cyrus war die eines Eroberersund er erweiterte seine Macht über Massen von Völkern und Ländern,wie sie noch nicht unter einer Herrschaft vereinigt gewesen waren.Rasch in neue größere Verhältnisse getreten, war das Volk in lebhaftemSchwünge und sah in fortdauernden Feldzügen neue Wege zu Gewinnund Genuß. Dem König aber verhieß nichts mehr die Sicherung derrasch errungenen Macht, als neue Eroberungen. So ging er über denKreis der iranischen Völker hinaus bis an das mittelländische Meerund brachte nicht allein die Völker Asiens mit einander in engere Ver-bindung, sondern öffnete auch den Weg zur Berührung mit den jenseitsdes Meeres wohnenden Griechen. Zwei große Reiche gab es noch biszum Meere hin, das lydische und das babylonische. Der lydische KönigKrösus, Astyages Schwager, durch das Anschwellen der persischen Machtbeunruhigt, fürchtete dem Mächtigen, in dem er seinen Feind sah, durchErwarten des Angriffs nur größere Vortheile in die Hand zu geben.Doch zugleich in Ungewißheit über den Ausgang suchte er nach Zeichen,welche auf die Art der Entscheidung hindeuteten. Sichere Andeutungenzu erhalten, gebrauchte er die Vorsicht, die Orakel die er beschickte, daszu Ammonium, das zu Branchidä und verschiedene in Griechenland vor-her auf die Probe zu stellen, indem seine Boten bei allen an einemund demselben Tage fragen mußten, womit der König eben beschäftigt