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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Perser.

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durch ein Einverständniß verloren, in welchem seine Gemahlin mit dem-selben gestanden hatte. Es entbrannte zwischen den Anhängern des al-ten und des neuen Königs ein Kampf, den man dadurch beendigte, daßman die Entscheidung über die Negierung von einem Ausspruche desOrakels zu Delphi abhängig machte. Dieser erfolgte dahin, daß Gygesregieren möge, daß aber den fünften Herrscher seiner Familie die Strafefür den Sturz der Herakliden treffen werde. Der Wechsel der Dy-nastieen steht aber wahrscheinlich in Verbindung mit der Unterdrückungder Mäoner durch die Lyder. Den Herakliden war eine Dynastie derAtyden vorhergegangen, deren Verhältniß zu den Herakliden unbekanntist. Unter den Herakliden scheint der Einfluß des assyrischen Reiches bishieher gereicht zu haben. Darauf deuten auch die in ihrer Reihe vor.-kommenden Namen Ninus und Bclus hin, mit welchen die Sage dieeinheimischen Könige von dem Gründer des assyrischen Reiches und nachder Auffassung, welche das babylonische aus dem assyrischen hervorgehenläßt, zugleich von dem zu einem Gründer des Reiches herabgesunkenenGotte Belus herleiten wollte. Die mcrmnadischen Könige fanden beider inzwischen eingetretenen Schwächung der assyrischen Macht einegünstige Zeit zur Ausbreitung ihrer Herrschaft. Hieran arbeitetenalle fünf Könige der Dynastie, Gyges, Ardys, Sadyattes, Alyattesund Krösus, durch Unterwerfung der an der Westküste gegründeten grie-chischen Städte, wie der eigentlich asiatischen Staaten, unter welchender phrygische der bedeutendste war. Eine vorübergehende Störunggleich derjenigen, welche das medische Reich durch die Scythen erlitt,trat schon unter Ardys ein durch den Einfall der Kimmerier. Diesesnordische Volk in der Nachbarschaft der Scythen, theilweise zwischenihnen wohnend, hat namentlich den taurischen Chersones oder die Krimeine Zeit lang besessen, wo die benachbarte Meerenge nach ihnen derkiunnerische Bosporus genannt wurde. Seinen Einbruch in Kleinasicnhat man mit dem der Scythen in Verbindung gebracht. Beide Völker,heißt es, seien an dem Flusse Tyras, dem Dnjester, feindlich zusammenge-stoßen, die Kimmerier seien ostwärts ansgewichen, die Scythen hättensie verfolgt, seien aber, den Weg der Flüchtlinge verfehlend, durch diePässe, welche an der Ostseite des Kaukasus vorbeiführen, nach Mediengerathen, während die Kimmerier an der Westseite des Gebirges nachKleinasien vorgedrungen. Sowohl diese Verknüpfung beider Ereignisse,als das Eindringen auf dem genannten Wege, ist unwahrscheinlich. Hän-gen beide Ereignisse zusammen, so rühren sie von einer unter den nor-dischen Völkern entstandenen Unruhe als gemeinschaftlicher Ursache herund es ist nicht nothwendig, sich die Scythen, mit welchen die Kimmerieram Tyras gekämpft und diejenigen,welche in Medien einfielen, als die-selben zu denken. Als der Ort des kimmerischen Uebergangs nach