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Die Perser.
es Schaaren von ihnen in Sold nahm, abzufinden, ohne daß eine großeVerwirrung abgewendet oder nur dem Plündern Einhalt gethan werdenkonnte. Nachdem dieser Zustand 28 Jahre gedauert, wurden vieleScythen, worunter wahrscheinlich ihre Führer, nach einem überlegtenPlane bei Gelagen, wo man sie trunken machte, von den Medern um-gebracht. Das medische Reich erhob sich zu seiner früheren Macht undstürzte in Verbindung mit dem babylonischen das assyrische durch dieendliche Eroberung von Ninive, aus dessen weitläufigen Trümmern inder Folge die medischen Städte Larissa und Mespila erwuchsen. Daßdie übrig gebliebenen Scythen einen Rückzug nach der Heimath ange-treten, wo sie die zurückgelaffenen Frauen mit ihren ehemaligen Sklavenverheirathet gefunden und sich gegen deren inzwischen herangewachseneNachkommenschaft mit Gewalt wieder in den Besitz des Landes gesetzt, wirdausdrücklich erzählt. Möglich ist jedoch, daß viele das Loos des Söld-nerdienstes oder der Sklaverei gefunden.
7. In die Zeit der scythischen Herrschaft muß ein Krieg fallen,welchen Cyarares mit dem Könige eines großen Reiches jenseits deSHalys führte und durch welchen Kleinasien, auf welches in der früherenZeit nur undeutliche Spuren in der assyrischen Geschichte Hinweisen, be-stimmter in den Bereich der Geschichte des westlichen Asiens tritt. Ander westlichen Küste der Halbinsel, also in den westlichsten Gegenden vonganz Asien, von Mysern, Karern und Phrygern eingeschlossen, wohntedas Volk der Lyder. Es gehörte mit seinen genannten Nachbarn einerVölkerfamilie an, die man, sofern die benachbarten Thracier in Europaebenfalls dazu gehörten, die thracische nennen kann. Eben dahin gehörtendie ostwärts von den Mysern längs der Nordküste wohnenden Bithynerund Paphlagoncr, obgleich im Lande der letzteren auch Spuren syrischer, alsosemitischer Bevölkerung sich finden. Die Lyder selbst aber waren in demnach ihnen genannten Lande mit dein Volke der Mäoner, das in nähe-rer Verwandtschaft zu den Griechen gestanden zu haben scheint, gemischt.Ihre Hauptstadt war Sardes an dem goldführenden Paktolus, einemNebenflüsse des Hermus; einen nördlichen Vorsprung des Tmolus kröntedie Burg, der Sage nach so weit unersteiglich, als man einstens einenLöwen um den Rand der Höhe hatte tragen können. Von hieraus geboten zur Zeit des Cyarares die der Dynastie der Mermnade»angehörigen Könige über die westlichen, nördlichen und mittleren Ge-genden der Halbinsel, südwärts bis zu den Höhen des Taurusgebirgesund ostwärts bis zum Flusse Halys. Dieses ausgedehnte Reich hattendie mermnadischen Könige gegründet. Vor ihnen hatte eine Dynastiegeherrscht, die schon durch den Namen der Herakliden auf Zusammen-hang mit Griechen deutet. Der letzte Heraklide Kandaules hatte durchGyges, den Gründer der mermnadischen Dynastie, Leben und Herrschaft