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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Israeliten-

Here Verfall war so groß, daß das Gesetzbuch Moses sich verloren hatte 'und erst bei Herstellung des Tempels wieder aufgefunden wurde. Durch- lgreifender als je und so daß es sich in das Gebiet von Ephraim hinüber ^erstreckte, wurde gegen den Götzendienst und alle mit demselben in Ver-bindung stehenden Einrichtungen verfahren und nach Reinigung desTempels und des Landes wurde ein Passahfest gefeiert, wie seit denZeiten der Richter keines gewesen. Schon aber nahte der Sturz desReiches, dessen König den Versuch, dem Könige von Aegppten denDurchzug gegen die Babylonier zu wehren, im I. 608 mit Niederlageund Tod in der Schlacht bei Megiddo büßte. Auf Josias folgte, ohneder älteste Sohn zu sein, nach dem Willen des Volkes Joachas, andessen Stelle Necho bald den älteren Bruder Jojakim setzte. Dieser, ^wie sein Sohn Jojachin, handelte im Vortheile Aegyptens. Beide !sahen Nebukadnezar, der durch die Schlacht bei Karchemisch das Ueber-gewicht über Necho errungen, Theile der Bevölkerung aus dem Landeschleppen, und in der Zwischenzeit zwischen dessen erstem und zweitemErscheinen wurde auf sein Geheiß nach Zojakims Abfall das Land vonchaldäischem, syrischem, ammonitischem und moabitischem Näubervvlkeheimgesucht. Noch wagt Josias' jüngster Sohn, der letzte König vonJuda, Zedekia, im Vertrauen auf den ägyptischen König Hophra, eineEmpörung, sieht Jerusalem nach anderthalbjähriger Belagerung erstürmtund sammt dem Tempel zerstört, seine eignen Söhne in Niblah hin-gerichtet und wandert, nachdem er geblendet worden, mit der drittenSchaar seines Volkes gefangen nach Babylon, in dessen Umgegend derEroberer den Kern des bezwungenen Volkes au siedelt. Den Zurück-bleibenden, größtentheils Armen, denen man Land angewiesen, wurdeein angesehener Mann des Landes, Gedalja, zum Statthalter gesetzt,der in Mizpa im Gebiete von Benjamin, wo eine babylonische Besatzunglag, seinen Sitz hatte. Es wurden nicht, wie die Assyrier in Ephraimgethan, Fremde in das Land gesandt. Viele früher in die Gegendender Moabiter und Ammoniter Ausgewanderte kehrten wieder und ein ^bürgerliches Leben begann sich von Neuem zu regen. Eine neueStörung entstand aber, als ans dem Ammoniterlande und von dortangetrieben, ein Sprößling des davidischeu Hauses, Jsmael, den Statt- ^Halter erschlug und so, indem er selbst ohne einen Gewinn seines Frevels ^zu den Ammonitern zurückkehrte, von Neuem das Land mit Empörungund Parteiung füllte, daß ein Theil deö Volkes aus Furcht vor Ncbukad-nezars Rache nach Aegypten floh. Mit der Geschichte des Untergangesdes Reiches ist die Geschichte der drei großen Propheten Daniel, Ezechielund Jeremias, der größten nach Jesaias, eng verknüpft. Daniel, derjung unter Jojakim nach Babylon kommt, dort den Sturz des chaldäi-schen und die Gründung des persischen Reiches erlebt, unter chaldäischen