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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Israeliten.

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Schutz der Religion erheischte es, daß die zu deren Pflege bestehendenEinrichtungen gegen die Willkühr der weltlichen Gewalt gewahrt wür-den. In der Sorge für äußere Sicherheit folgte ihm sein Sohn Jo-tham. Mit Ahas gewann der Götzendienst neue Macht, wie er dennseinen eigenen Sohn nach einem bei dem phönicischen Molochsdienstevorkommenden Gebrauche durch das Feuer gehen ließ. In seine Zeitfällt Tiglath Pilesars Erscheinung in Damaskus, wo Ahas ihn besuchte.Von dieser Reise znrückgekehrt, ließ der König einen Altar nach demMuster eines in Damaskus gesehenen bauen und traf im Tempelund im Gottesdienst die willkührlichsten Anordnungen, zu welchen derHohepriester Urias in verrätherischer Unterwürfigkeit die Hand bot.Eine bessere Zeit war die des Hiskias, unter welchem das Land vonden Plänen der Assyrier auf Aegypten zu leiden hatte. Dem Königestand einflußreich der Prophet Jesaias zur Seite. Dieser größte derPropheten, der schon unter Usias, Jotham und Ahas gelehrt hatte, fandan Hiskias einen Fürsten, der seine Forderungen zu erfüllen bestrebtwar. Aber se höher sich der Flug seiner Gedanken erhob, se mehr er,über das Amt des Bußpredigers hinausgehend, kraft der ihm ertheiltenWeihe seine Zeitgenossen in ein höheres Leben des Geistes einzuführensuchte, desto mehr ward ihm die traurige Gewißheit, von ihnen nichtverstanden zu werden und, wie sein Blick hinüberreichte in die Zeit, woder Erlöser auf die Erde kommen sollte, ist er der Seher nicht seinesVolkes, sondern des Kreises von Völkern, die sich um den Erlösersammeln werden. Selbst in den Rathschlägen, die er in Betreff deräußeren Gefahren gab, fand er nicht das nöthige Verständniß. Dersonst ihm ergebene König suchte gegen des Propheten Sinn die Hülfewider Assyrien in dem Bündnisse mit Aegypten und weigerte in diesereiteln Hoffnung die Fortzahlung des dem Ahas auferlegten Tributes.Mit gewaltigem Heere erschien Sanherib zur Züchtigung und ließ sichselbst durch eiligst aus Tempel und Palast zusammengebrachte Schätzenicht abwenden, weil er Jerusalems als Stützpunktes für die ägyptischenUnternehmungen bedurfte. In dieser Roth war Jesaias der Tröster derZagenden. Wie er es geweissagt hatte, fanden die Assyrier ihren Unter-gang. Ein Engel schlug ihr Heer, daß es von den Mauern der bela-gerten Stadt heimwärts floh. Wieder siegt durch Hiskias Sohn Ma-nasses der Götzendienst, dem der König in allen seinen Formen, auchdenen des Molochdicnstes huldigt, indem er die Propheten blutig ver-folgt. Obgleich er aus einer Gefangenschaft zu Babylon, wohin ihndie nochmals eingedrungenen Assyrier geschleppt, mit gebessertem Herzenzurückkehrt, folgt sein Sohn Amon nicht dem Gebesserten. Die neueRückkehr erfolgt mit Josias, der auf des Propheten Jeremias Wünschein ähnlicher Weise, wie Hiskias auf die des Jesaias eingeht. Der frü-