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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Israeliten-

zur Glaubenslehre erhoben, die Ansicht, daß er am Abend der Welt-geschichte als Zeuge der Mosaischen Zeit mit Henoch, dem Zeugen ältererOffenbarung, dem Richter der Welt vorangehen werde. Sein Wirkensetzt sich fort in seinem Schüler Elisäus, der, wie sein Meister, mehr einProphet der That als der Lehre war. Ahabs Sohn und NachfolgerAhasja, seinem Vater ähnlich, hatte noch die Rügen des Elias zu ertra-gen. Elisäus Wirksamkeit gehört der Negierungszeit der vier folgenden Kö-nige an. Joram, Ahabs zweiter Sohn, dem Josaphat bei Unterwerfungder abgefallenen Moabiter, und Josaphats Sohn, Joram, der Gemahl vonAhabs und Jsebels Tochter Athalia, bei Bekämpfung des Hasael Hülfeleisteten, war der letzte seines Stammes. Zwar kehrte er von dem Phö-nicischen Baalsdienst zu dem von Jerobeam eingeführten Bilderdienstzurück, aber der Einfluß der noch lebenden Jsebel war noch immer zufürchten und, von Elisäus zur Besteigung des Thrones aufgefordert undin seinem Aufträge gesalbt, empörte sich während der Belagerung dervon den Syrern besetzten ostjordanischen Stadt Namoth der FeldherrJehu. Joram, der König von Ephraim, befand sich an einer Wundekrank in Jesreel zugleich mit seiner Mutter Jsebel und Ahasja, dem Sohnund Nachfolger des Königs Joram von Juda. Alle drei erlagen derEmpörung. Die beiden Könige fielen durch Jehu's Waffen und Jsebel,die bei Annäherung Jehu's am Fenster stand und ihm abmahnende Wortezurief, ward von denen, die bei ihr standen, auf Jehu's Zuruf auf dieStraße gestürzt, wo nach der Vorhersagung der Propheten ihr Leichnamvon Hunden verzehrt wurde. Sämmtliche noch lebende Söhne Ahabswurden getödtet und Amri's Dynastie war erloschen. Unter Jehu, seinemSohne Joachas und seinem Enkel Joasch wurde die Bedrängniß vonSeiten der Syrer immer stärker und das Ostjordanland ging an sie ver-loren. Mußte sich doch zu Jehu's Zeit selbst der König Joas von Judamit Hasael, der Jerusalem bedrohte, durch eine starke Zahlung, zu welcherer den Tempelschatz verwendete, abfinden. Doch wendet sich das Glückzu Ephraim unter Joas und während den Syrern unter dem drittenBenhadad die errungenen Vortheile entrissen werden, büßt der KönigAmazia von Juda einen kecken Angriff auf Ephraim durch EroberungJerusalems und muß einen Theil der Mauern niederrcißen, den Schatzplündern und seine Söhne als Geißeln abführen sehen. Die günstigeWendung, welche für Israel eintrat, mag ihren Grund in Veränderun-gen haben, die in der Ferne, jenseits des Reiches von Damaskus, vor-gingen. Die Zeit des Vordringens der Assyrier ist nahe und vielleichthatte der Wachsthum ihres Reiches nach Südwcsten schon in einer dieKräfte von Damaskus schwächenden Weise begonnen. Bereits trat, wieaus der Geschichte des Propheten Jonas ersichtlich, das assyrische Reichin den Gesichtskreis Ephraims und die Unterwerfung mesopotamischer