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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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Die Israeliten.

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Gärten und Wasscranlagen versehen, im Lande umher mit Hülfe derübriggebliebenen Kanaaniter manche Stadt erbaut, die Stadt Palmyrain der Wüste gegründet, die Verwaltung geregelt und ausgedehnt, eineordentliche Kricgsverfassung eingeführt, Handelsverbindungen mit Aegyptenangeknüpft und die mit Tyrus durch die gemeinschaftlichen Fahrten nachOphir, die von dem Hafen Eziongcber ausgingen, erweitert. So erhieltdas israelitische Königthum zu der unter David gewonnenen religiösenauch eine politische Bedeutung. Mit dem Ruhme des Staates ver-breitete sich der Ruf von des Königs Weisheit, der im Lande den Ver-kehr mit dem Auslande fruchtbar zu machen wußte und in sinnvollenSprüchen eine genaue und tiefe Kenntnis' des Menschen offenbarte.Diese Weisheit erhält eine höhere Weihe durch die fortlaufende Be-ziehung, welche That und Wort des Königs auf Gott haben, eineBeziehung, ohne welche keine Handlung fruchtbar wird und keine LehreErfolg hat. - Wie Salomo in elfterer Beziehung durch den Bau desTempels irdische Schätze zur Verherrlichung Gottes verwendet, so leihter in letzterer den Schatz seiner Erkenntniß und seiner Einbildungskraftder Verkündigung göttlicher Lehre. Hicher gehört auch das von ihmherrührende Lied der Lieder, das unter dem Bilde einer begeistertenirdischen Liebe das Verhältnis Gottes zu seinen Verehrern darstellt. Indieser Darstellung verkündet sich aber auch schon eine Gefahr, der Salomoungeachtet seiner Weisheit erlag. Die Benutzung der natürlichen Er-scheinungen zu Sinnbildern übernatürlicher Verhältnisse kann dem Men-schen auch die Natur für sich liebenswürdig und durch Verwechselungdes Sinnbildes mit dem Versinnbildeten anbetungswürdig machen. DieserAbirrung salomonischer Weisheit verdanken die Sagen ihren Ursprung,in welchen spätere Zeiten ihm eine zauberhafte Beherrschung der Kräfteder Natur beigelegt haben. Aber auch in Wirklichkeit hat die wucherndeFülle irdischen Glückes, die er um sich gehäuft hatte, seiner Sehnsuchteine Richtung auf die sinnliche Erscheinung gegeben und ihn ihrer ver-führerischen Kraft dienstbar gemacht. Das ging so weit, daß unter demEinflüsse fremder Frauen sein Hof ein Schauplatz der Ueppigkeit wurdeund selbst die auswärtigen Religionen mit ihrer Verehrung der NaturHerrschaft über ihn gewannen. Hatte David das Volk zu einer Höheerhoben, daß es bei strenger Verfolgung seines Weges die in der Zeitseiner Abgeschiedenheit entwickelte Eigenthümlichkeit für andere Völkerim Dienste der Wahrheit hätte nutzbar machen können, so wurde es jetztvon den verfeinerten Bedürfnissen ausländischen Wohllebens so abhängig,daß der Kampf mit dem Heidenthum von Neuem erwachte. Hatte zurZeit der Richter, wie die Geschichte der auswandcrndcn Daniten aneinem Beispiele zeigt, die Absonderung Einzelner auch zu einer bis zurAbgötterei gehenden Absonderung des Gottesdienstes geführt, so verleitete

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