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Die Israeliten-
jetzt die Verbindung des Volkes mit Fremden, wie sie durch Unterwer-fung der näheren und durch Verkehr mit den ferneren Nachbarn hervor-gerufen war, zu dem ebenfalls in Abgötterei endigenden Versuche einerAusgleichung verschiedener Formen der Gottesverehrung. Ist es Sa-lomo, der diesen Versuch machte, so muß man die Handlung des Königsnur als den bestimmten Ausdruck dessen, was im Volke sich regte, an-sehen und den König, der auf den Geist des Volkes und das Volk, dasauf den Geist des Königs verführend wirkt, tragen eine gemeinsameSchuld. Unter solchen Umständen erscheint die mit dem Schlüsse vonSalomo's Negierung cintretende Zerstückelung des von David gegrün-deten Reiches als eine göttliche Anordnung zu Gunsten der Lehre, dieMoses verkündet und des Dienstes, den David geordnet hatte. Hattedie Getheiltheit, an welcher das Volk vor Herstellung der Einheit ge-litten, gerade der Lehre und dem Dienste Gefahr gebracht, so begleitetein der durch Auflösung der Einheit entstandenen Getheiltheit das Volkder durch David ihm tief eingeprägte Gedanke an die Höhe, bis zuwelcher es einmal sich erhoben hatte. Dieser Gedanke bildete für die-jenigen, die sich retten wollten, eine Schutzwehr gegen die neu anschwel-lenden Fluten heidnischen Einflusses.
17. Zu vollem Ausbruche kam der unter Salomo neu erwachteKampf der Mosaischen Religion gegen das Heidenthum der benachbartenVölker mit der Spaltung, welche nach Salomo's Tode aus dem jüdischenStaate zwei Reiche machte. Dieses Ereigniß, das in der heiligenSchrift als ein von Gott für die Abgötterei über das Volk verhängtesStrafgericht erscheint, das aber auch die Sonderung des reinen von demfalschen Dienste begünstigt, fand seinen Anlaß in der unter Salomoentstandenen, aber nach seinem Tode laut gewordenen Unzufriedenheitmit der Negierung. Die unter Salomo durchgeführte Regelung derstaatlichen Verhältnisse hatte ohne Zweifel der Freiheitsliebe der einzel-nen Stämme einen Zaum angelegt und bei vermehrten Bedürfnissengrößere Leistungen von dem Volke erfordert. Ob aber hierbei sich einedespotische Willkühr geltend gemacht oder bloß der durch Neichthum undVerweichlichung erzeugte Uebermuth die Aufregung bewirkt habe, ist nichtsicher zu entscheiden. Jedenfalls läßt sich, da Frohndienste von denIsraeliten nicht gefordert worden, bei den Klagen über auferlegtes Jocheine Uebertreibung vermuthen. Man nahm, als Salomo gestorben war,ein Recht der Bestätigung seines Nachfolgers Rehabeam in Anspruchund machte zur Bedingung eine Erleichterung der Lasten. Schon derUmstand, daß die Versammlung, in welcher dem Könige dieses eröffnetwurde, im Gebiete von Ephraim, zu Sichem, wohin Josua zuletzt dasVolk berufen hatte, gehalten wurde, deutet auf ein Erwachen der altenEifersucht zwischen dem Stamme Ephraim, in dessen Namen das rühm-