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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Israeliten.

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nach eigenem Gutdünken gehandelt. Eine Greuelthat, die von Auge-hörigen des Stammes Benjamin verübt worden und deren Urheber aus-zuliefern der Stamm sich weigerte, veranlaßte einen Vertilgungskriegder übrigen Stämme gegen Benjamin, dem nur sechshundert Mannentrannen.

13. Erhebender sind die Bilder der Kämpfe, in welchen die Richterdas Volk von fremdem Drucke befreiten, und berichtet die heilige Schriftauch von diesen hervorragenden Männern Züge der Lisi, der Rache,der Grausamkeit, so vergegenwärtigt sie damit die wilde Gährung jenerZeit, durch welche selbst die damals erreichbare höchste Religiosität vonHandlungen voll Derbheit und Rohheit verunstaltet wurde. Unter denRichtern ragen hervor Othniel, der von dem mesopotamischen König Kn-schan Rischataim das Volk frei macht, Ehud, der die Moabiter besiegt, De-bora, eine prophetische Frau, die selbst in Israel richtet und den Barakzum Kampfe gegen die nördlichen Kanaaniter, gegen den König Jabinzu Hazor erweckt, Gideon, der die Midianiter bezwingt, Jephtha, der dieostjordanischen Stämme von den Ammonitern erlöst und Simson, derim Kampfe mit den Philistern eine übermenschliche Kraft entwickelt.Bon ihnen hatte Gideon, der unter besonderem göttlichen Schutze großeHcldenthaten vollbracht, ein Ansehen, welches Veranlassung gab, ihmkönigliche Würde anzntragen. Das Bewußtsein von dem Widerspruche,in welchem dies mit dem Geiste der theokratischen Verfassung gestandenhaben würde, verhinderte für jetzt die Neuerung, und die Art, wie sichsein Sohn Abimelech in Besitz der von dem Vater ausgeschlagenen Ge-walt setzte und sie handhabte, drängte das Verlangen nach einem Königegewiß noch mehr in den Hintergrund. Wie wenig Bereitwilligkeit zurUnterwerfung unter einen einzigen Willen vorhanden war, zeigt sichauch an dem Kriege, den die Ephraimiten gegen die von Jephtha ge-führten ostjordanischen Stämme deswegen führten, weil dieselben alleinden Krieg gegen die Ammoniter begonnen. Dieser Krieg war mörde-risch für die Ephraimiten, von denen bei dem Versuche, dem SchwerteJephthas über den Jordan in die Heimath zu entkommen, alle diejenigen,die man an ihrer besonderen Aussprache des Wortes Schibboleth er-kannte, nicdcrgemacht wurden. Mit ganz vorzüglichen Kräften ausge-stattct und doch menschlicher Schwäche in einem zu seinem Heldenthumi» scharfem Gegensätze stehenden Grade unterworfen erscheint Simson,ohne einen dauernden Erfolg zu erzielen. Von Jugend auf gehört erden Nasiräern an, die unter besonderen Feierlichkeiten göttlichem Dienstegeweiht wurden und an deren Hanpt, nachdem cs bei der Einweihung ge-schoren worden, keine Scheere mehr rühren durfte. Seine Thaten imKampfe mit den Philistern mochten Schrecken vor ihm verbreiten, aberer selbst erlag ihren Nachstellungen und alle seine angestaunten Kraft-