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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Israeliten.

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zum Kampfe führten, reichte ihr Einfluß nicht so weit, daß sie eine ge-ordnete Verfassung aufrecht gehalten und die Mosaische Lehre zu vollerGeltung und Herrschaft gebracht hätten. Wenn daher die MännerRichter oder mit dem hebräischen an die phönicischen Suffeten erinnern-den Namen Schophetim heißen, so ist nicht ein Amt, sondern eine vorüber-gehende Stellung damit bezeichnet.

10. Die Niederlassung der Israeliten hatte damit begonnen, daßMoses die Landschaft an der Ostseite des Jordans den Stämmen Rübenund Gad und einer Hälfte des Stammes Manasse anwies, die jedochdas Versprechen geben mußten, den übrigen Stämmen zur Eroberungdes Landes auf der Westseite des Flusses behülflich zu sein. Diese Er-oberung begann unter Josua, den Moses durch Handauflegung zu seinemAmte geweiht und dem er die Wichtigkeit seines Berufes dadurch, daßer ihn vor den Hohepriester Eleazar gestellt, fühlbar gemacht hatte.Die Vundeslade voran, zogen die Israeliten durch das Bett des Jor-dans, der sich, wie einst das rothe Meer beim Auszug aus Aegypten, vorihnen theilte. Am ersten Ruheplatze bei Gilgal bereitete man sich durchreligiöse Hebungen zur Besitznahme des Landes, und mit Wundern, demSturze der Mauern von Jericho und dem Stillestehen der Sonne beider nach Unterwerfung der Stadt Gibeon gelieferten Schlacht, verherr-lichte Gott den Anfang des Krieges, der in seinem Namen unternommenwar. Sieben Jahre verflossen, ehe man an die Vertheilung des Landesdenken konnte. Nach Feierlichkeiten, welche daran erinnerten, daß Gott derHerr des Landes sei, wurde bei dem Berge Ebal bei Sichem an denauch früher schon ausgezeichneten Kaleb, der mit Josua die erste Kund-schaft aus Kanaan zu Moses gebracht, die Stadt Hebron gegeben, dasLand an der Westseite deS tobten Meeres dem Stamme Juda und einnördliches nicht unmittelbar anstoßendes Gebiet, in dem man sich ebenbefand, dem Stamme Ephraim und von dem, was nordwärts darauffolgte, die Westhälfte der zweiten Hälfte des Stammes Manasse ange-wiesen. Zum Sitze deS Heiligthums und somit zum Mittelpunkte desreligiösen und politischen Lebens wurde das in Ephraim gelegene Silohgewählt. Hier wurden, nachdem man von den übrigen Gegenden dienöthigc Kunde eingezogen, die noch unversorgten Stämme in ihre Looseeingewiesen. Simeon fand im Süden von Juda seinen Platz, Dan undBenjamin wurden, der erstere westlich, der andere östlich, zwischen Indaund Ephraim eingeschoben, Jsaschar füllte den Raum zwischen der zweitenHälfte Manasscs und dem Jordan, und Sabnlon, Ascher und Naphthalierhielten die nördlichsten Gegenden des Landes. Der Stamm Levi,dessen Loos der Dienst Gottes sein sollte, wurde mit keinem besonderenGebiete bedacht. Die Priester erhielten dreizehn Städte in den Ge-bieten von Simeon, Juda und Benjamin und die übrigen Leviten 35