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Die Israeliten.
schen Bekämpfung versuchte Bileam mit mehr Erfolg eine andere durchdie Reize sinnlicher Lust, und auf seinen Antrieb machten moabitische undmidianitische Mädchen die Israeliten zu Sklaven des Lasters. Nureine Seuche setzte dem Unwesen ein Ziel und der Eifer der Leviten,der sich in Pinehas, dein Sohne Eleazars und Enkel Aarons, am stärkstenoffenbarte, vollendete die Strafe. Die übrig Gebliebenen aber waren >mit Schrecken inne geworden, mit welchen Mitteln das Heidenthum sie >von Gott abzuziehen versuche und rächten Verführung und Tod ihrer lBrüder an den arglistigen Feinden. Dieser Vorgang beleuchtet zugleich ^den Befehl zur Vertilgung der kanaanitischen Stämme, in deren Landdie Israeliten einziehen sollten. Was hier im Moabiterlande ihnen wider-fahren, bedrohte sie dort, wo das Heidenthum, wie bei den demselbenStamme angchörigeu Phöniciern, alle seine Schrecken nnd Greuel ent-wickelte. Der Gott, der das sündige Menschengeschlecht durch die Flut,der die Bewohner des Thales Siddim durch Feuer vertilgt hatte, vcrur- ^theilte die Kanaaniter zum Untergange und ersah die Israeliten zuVollstreckern seines Gebotes, wie zu den Erben des Landes.
9. Mit der Wanderung war nicht auch die Umbildung der Israeli-ten zu einem selbstständigen, seßhaften und einigen Volke beendet. AlsMoses gestorben war und sein Vertrauter Josua das Heerführeramt ^übernommen hatte, begann zwar die Eroberung Palästinas, aber nachdem >die ersten Gegenden gewonnen worden waren, hatte die fernere Be- !sitznahme einen sehr langsamen Verlauf und es traten häufige Ver- >Wirrungen dadurch ein, daß die Stämme sich nicht in der nothwendigcnVerbindung und Einigkeit erhielten und einzelne von benachbarten Völ- !kern gedrückt wurden oder mit einheimischen in verbotenes Einvcrständ-niß traten. Erst mit der Stiftung des Königthums bereitet sich ein ge-ordneterer Zustand und bis dahin dehnt sich von dem um 1500 vorEhr. Geb. erfolgten Auszuge aus Aegypten eine Zeit von ungefährvierhundert Jahren. Während dieser Zeit wurde der allgemeinen Ver-wirrung nur in gewissen Landestheilen und für gewisse Zeiten gewehrt,indem einzelne Männer im Volke erstanden, die den kriegerischen Geistdes Volkes neu belebten und durch Abwehr der fremden Herrschaft zu-gleich verhüteten, daß die Offenbarung vom Sinai den Einflüssen grob-sinnlichen Heidenthums erläge. Die Rettung, welche von solchen Män-nern kam, gab ihnen auch für die Zeiten nach ihrer kriegerischen Thä-tigkeit einen Einfluß, der sich hauptsächlich in Schlichtung innerer Zwistig-keiten offenbarte, mit dem Gefühle der Einheit auch die Erinnerung andas mosaische Gesetz für einige Zeit erneuerte und die Auflösung dcöVolkes in wandernde Stämme verhinderte. Aber ihre Wirksamkeit !unterbrach nur die herrschende Verwirrung. Wie sie weder durch Wahl,noch durch Erbfolge ihre Gewalt erhielten, auch nur einzelne Stämme