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Die Israeliten.
ging der Weg zur Südgrenze des verheißenen Landes, das von denGriechen nach den an der Küste wohnenden Philistern, das palästinischeSyrien oder Palästina genannt wird. Von hier aus wurden Kundschaf-ter in das Land gesandt und nach deren Rückkehr brach ein Widerwillegegen den Einzug aus, der so weit ging, daß man Moses und seine Ge-treuen umbringen und unter einem neu gewählten Führer nach Aegyptenzurückkehren wollte. Die Wirkung, welche die Offenbarung am Sinaibisher gehabt, war aufgehoben, der Bund, den Gott mit dem Volkegeschlossen, war zerrissen und Gott wollte das Volk vertilgen, um Mo-ses, wie einen zweiten Abraham, zum Stammvater des auserwähltcnVolkes zu machen. Moses Gebet bewirkte die Wiederaufnahme desVolkes, aber es wurde den Empörern die Strafe auferlcgt, daß alle,die zwanzig und mehr Jahre alt seien, in der Wüste sterben sollten.Dieses Nrtheil fand bald eine in die Augen fallende Rechtfertigung durchdie Art, wie das Volk gegen die südwestlich von Palästina wohnendenAmalekiter, gegen die es schon in den ersten Tagen nach dem Auszuggekämpft hatte, Krieg begann. Ohne Auftrag und Segen Gottes, ohnedie Bundeslade, zogen sie in den Kampf und eine Niederlage war derErfolg des Unternehmens, sowie das Mittel, sie zur Ergebung inGottes Willen zu bewegen. Es folgt ein achtunddreißigjähriger Aufent-halt zu Kades Barnea, über den die heilige Schrift rasch hinweg gehtund der wahrscheinlich während eines Rühens der unmittelbaren gött-lichen Einwirkungen die Einübung des Volkes für geordnetes, geselligesLeben zum Ergebniß hatte, wie er zugleich diejenige Verzögerung desZuges bildete, welche zur Vollziehung der über die Widerspenstigenverhängten Strafe erforderlich war. Von dem Orte dieses Verwcilensschlug Moses, nachdem sein Bruder Aaron auf dem nahen Berge Hörgestorben war, den Weg um das todte Meer herum ein, an dessenSüd-, Ost- und Nordseite vorüber er später die Grenzen Palästinas er-reichte. Da die südlich das Meer umwohnenden Edomitcr oder Jdu-mäer den Durchzug durch ihr Gebiet verweigerten, vergrößerte sich der !Bogen, in welchem die Israeliten sich zu bewegen hatten. Auf demWege längs der Ostseite des Meeres fand im vierzigsten Jahre derWanderung das dritte Verweilen in den Thälern der Moabiter statt,auf welches die Eroberung des verheißenen Landes unter Josua's Füh-rung erfolgte.
7. Die Ereignisse und Vorgänge am Sinai bilden den bedeutendsten >Theil der mosaischen Offenbarung und führen die theokratische Ver-fassung in das.Leben der Israeliten ein. Theokratisch ist die hier ge-gründete, auch die spätere Zeit des Aufenthaltes im verheißenen Lande zberücksichtigende Verfassung in sofern, als von dem Verhältnisse zu Gottalle Bestimmungen ausgehen, auf die Erkenntniß und Pflege dieses Ver- ^