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Die Israeliten.
Stadt an der Stelle des späteren Jerusalem, ein Priester des höchstenGottes erscheint. Dient er auch als Beispiel und Beweis, daß außer-halb der Familie oder des Stammes Abrahams sich Gotteserkenntnißerhalten, so steht doch Abraham neben etwaigen andern Trägern ur-sprünglicher Offenbarung selbstständig da als erstes Glied in der Kettebestimmter Glaubensüberlieferung. Diese Uebcrlieserungen setzen sichaber nicht in der Gesammtheit seiner Nachkommen fort, vielmehr leitensich von ihm außer den Israeliten auch Stämme her, die ans demKreise jener fortgesetzten Ueberlieferung heraustreten. Schon die Nach-kommen Lots, die Moabiter und Ammoniter, scheiden sich von den Nach-kommen Abrahams; durch Jsmael und andere nicht von der Sara ge-borene Söhne wird Abraham auch der Stammvater arabischer Stämme,die, wenn auch nicht unentstellt, so viel abrahamitische Ueberlieferungbewahrten, daß in ihrem Lande nach vielen Jahrhunderten eine anAbraham anknüpfende Erneuerung der Religion begonnen werden konnte.Noch einmal spaltet sich der Stamm der ächten Nachkommen Abrahamsdurch die Söhne Isaaks, Edom und Israel, deren erstcrer der EdomiterStammvater wird, während der letztere dem auserwählten Volke seinenNamen gibt.
4. Bis auf Abrahams Enkel Jakob oder Israel erhält sich dieVerbindung mit den in der aramäischen Heimath zurückgebliebenen Glie-dern der Familie, sie hört unter ihm aber auf und die Erfüllung dergöttlichen Verheißung, daß von Abraham ein großes Volk abstammensolle, beginnt sich in den zwölf Söhnen Jakobs zu verwirklichen, durchwelche zugleich zu einer in der Volkseinheit enthaltenen Mannigfaltigkeit !der Stämme der Grund gelegt wird. Vor Beginn dieses Uebergangeserhält Jakob die beiden Offenbarungen durch den Traum, in welchemer die Engel die Himmelsleiter auf und nieder steigen sieht und denKampf, welchen er mit einem Engel zu bestehen hat und nach welchemer den Namen Israel, d. h. Gotteskämpfer erhält, sowie die hierangeknüpfte Deutung nebst der Wiederholung der abrahamitischen Ver- 'heißung. Es stellt sich in dieser doppelten Offenbarung die Glaubens-wahrheit dar, daß sich Gott in der Gründung einer freien Menschenwelt -zum Menschen herablasse und ihn übe und schule und daß der MenschGott den Segen gleichsam abringen müsse. Der Uebergang der Fami-liengeschichte in die Volksgeschichte erfolgt aber mit der Versetzung desVolkes nach Aegypten. Der natürlichen Entwicklung überlassen, würdendie Nachkommen Jakobs nur die Tüchtigkeit haben erlangen können,die sich auch bei Beduinen der Wüste findet. Sie sollten aber fähig !werden, ungeachtet der Theilung in Stämme die innere Einheit in IReligion und Sitte zu erhalten und in Berührung mit den verschie-densten Völkern Bewahrer und Verkünder der göttlichen Offenbarung