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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
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Dic Israeliten.

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also nicht eine ganze Gegend, wie eine glückliche Insel »nter den Heidendie Erkenntniß und Anbetung Gottes bewahrt, sondern Abraham fürseine Person ist der Auserwählte, und die nächsten Theilhaber des Se-gens dieser Erwählung sind die mit ihm Ziehenden. Unter den mitihm Ziehenden wird als Glied seiner Familie seines Bruders SohnLot ausgezeichnet, während sonst nur von seinen Knechten die Rede ist.Es bleibt daher im Dunkeln, ob sich dem Stammeshaupte auch Freieangeschlossen haben, die durch Einleben in die Ordnungen des Stammessich mit demselben in geistiger Weise so sehr verknüpft, daß auch ihrenNachkommen das Stammeshaupt als Stammvater gegolten. Die Worteder heiligen Schrift begünstigen eine solche Annahme nicht, da sie beiAbraham, wie auch fernerhin, weniger eine Stammesgeschichtc, als eineFamiliengeschichte enthalten. Zu den Stammeshäuptcrn der in KanaanEinheimischen steht Abraham in friedlichem und freundlichem Verhältnißund genießt bei ihnen hohe Ehre. Ein Gleiches gilt von seinem Aufent-halt in Aegypten, wo er mit dem Pharao verkehrt. Einmal erscheinter kriegsgewaltig, indem er seinen Neffen Lot, den vier fremde Königenach Ueberwindung der fünf Könige des Thales Siddim gefangen fortge-führt haben, den Händen der Sieger entreißt. Das Thal Siddim istdie nachmals durch die Entstehung des todten Meeres nntergegangeneGegend, durch welche der Jordan strömte, um sich in die östliche Buchtdes rothcu Meeres zu ergießen. An der Spitze der feindlichen Königesteht Kedorlaomer von Elam und unter den drei übrigen befindet sichein König von Sinear. Elam aber ist Persien jenseits des unterenTigris und des Gyndes, und Sinear ist Babylonien. Diese Spurenscheinen in die Zeit zu weisen, wo vor Beginn der assyrischen Machtiranischer Einfluß das südwestliche Asien beherrschte, vielleicht dieselbeZeit, auf welche sich die Nachricht von einer metrischen Dynastie inBabylon bezieht. Der Zug, ans welchem Abraham die Sieger ver-folgte, ging in der Richtung von Damaskus und es scheint also einRaub- und Beutezug gewesen zu sein, den die vier Könige unternommenhatten und zu dessen Zwecken es gehörte, die fünf Könige für ihrenAbfall, worunter wahrscheinlich die Verweigerung von Tribut zu ver-stehen ist, zu züchtigen. Das Land dieser Könige fand danach, ohne daßAbrahams Flehen die Strafe abzuwenden vermochte, seinen Untergangwegen der Lasterhaftigkeit seiner Bewohner. Seitdem ist das ganzeThal des Jordans so tief eingesenkt, daß es tiefer als sein ehemaligesMündungsgebiet liegt, und der Fluß endigt seinen Lauf in den stillenGewässern des asphaltreichen See's, der das einstens fruchtbare Thalerfüllt. Im Lande Kanaan scheint der Götzendienst noch nicht zu unbe-schränkter Herrschaft gelangt zu seiu, da nach dem Siege Abrahamsüber die vier Könige in Melchisedech, dem Könige von Salem, derKiesel, Weltgeschichte. I. 0