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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Phönicier.

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Aegypten erlittenen Nachtheile und durch Auswanderungen, die darauferfolgt waren, eine große Beeinträchtigung erfahren hatte. In Tyrusscheint sogar die Nachfolge in der Negierung von Babylon aus geord-net worden zu sein, da es sich findet, daß kurz vor dem Eude des baby-lonischen Reiches die Tyrier sich von dort einen Fürsten erbaten.

3. Der Handelstrieb der Phönicier förderte den einheimischen Kunst-fleiß und eröffnete für den Absatz seiner Erzeugnisse nach allen SeitenWege in weite Ferne, durch welche die Erzeugnisse der entlegenstenLänder sich gegen einander vertauschten. Verfertigung künstlicher Me-tallarbeit, Bereitung des Glases, Weberei, Purpurfärberei waren allent-halben im Alterthume als Vorzüge der Phönicier bekannt. Die Wegeihres Handels gingen nach Asien hinein in verschiedenen Richtungenund ihre Seefahrten führten sie an alle Gestade des Mittelmeeres undbis in den Ocean hinaus. Nach Osten war die große und reiche Han-delsstadt Babylon ihr nächstes Ziel, die ein Sammelplatz von Maarenaus der Ostwelt war. Der Weg ging durch die syrische Wüste hin undBaalbeck, das spätere Heliopolis, am Leontes und das von Salomonauf einer Oase der Wüste erbaute Tadmor oder Palmyra waren Nast-orte auf diesem Wege. Ein anderes Ziel ihrer Handelszüge warenArmenien und die kaukasischen Länder, wo sie Kupfer, Pferde undSklaven eintauschten. Hamath, das spätere Epiphania am Orontes,war eine Phönicische Colvnie, die wohl jenen Handelszügen ihren Ur-sprung zu danken hatte und vielleicht nur ein Glied in einer Kette aufgleiche Veranlassung gegründeter Niederlassungen war. Am wichtigstenwar für den phönicischen Landhandel Arabien, sowohl durch seine eigenenNaturerzeugnisse, unter welchen der Weihrauch oben an steht, als durchdie dahin gelangenden Erzeugnisse Äthiopiens und Indiens, Elfenbein,Ebenholz und Zimmt. Als Zwischenhändler haben hierbei die nomadi-schen Stämme der Wüste, Edomiter, Midianiter und die von den Griechenmit dem Namen Nabatäer bezeichnten Stämme des nördlichen Arabiensgedient, welche das Kämet, das Schiff der Wüste, zum Fortschaffender Waareu gebrauchten. Außer dein südlichen Arabien, welches vonden Griechen im Gegensätze zu dem wüsten das glückliche, von denSemiten Jemen, das Land zur Rechten, genannt wurde, war die StadtGerrha am persischen Meerbusen, wo eine in unbekannter Zeit von Ba-bylon ausgegangene Colonie bestand, ein Hauptpunkt des Verkehrs.Von hier aus nahmen sie auch an der Schiffahrt auf dem persischenMeerbusen Theil, in welchem sie Perlenfischerei trieben. Nach Südenwar auch Aegypten ein Ziel ihres Landhandels, wo sie Wein aus Sy-rien gegen gestickte Gewänder vertauschten und wo sie in Memphisunter dem Namen Lager der Tyrier längst eine Niederlassung hatten,che die griechische in Naukratiö gegründet wurde. Die Verbindung,