Die Acgypticr.
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von 5702 vor Chr. Geb. bis in das I. 139 viermal 1460 Jahre ver-flossen sind und 24,837 das Siebzehnfache von 1461 ist. Mit der will-kührlichen Zeitrechnung brauchen nun nicht die von Manetho gegebenenVerzeichnisse selbst verworfen zu werden. Sie aber zu Herstellung einerUebersicht der ägyptischen Geschichte zu benutzen, unterliegt besonderenSchwierigkeiten. Einmal stimmen seine Namen mit den in anderenNachrichten ausgezeichneten nicht überein. Wie in der Geschichte astati-scher Reiche sind auch in der ägyptischen dieselben Personen theils durchdie mit dem Uebergang in eine andere Sprache herrührenden Verände-rungen, theils durch die Vertauschung des wirklichen Namens mit Ehren-namen, oft durch verschiedene Namen bezeichnet. Dann aber ist dieFrage schwer zu beantworten, ob die von Manetho nach einzelnenStädten oder Bezirken benannten Dynasticen alle dem gesammten Ae-gypten oder ob sie theilweise und, wenn das sein sollte, welche, nur denbetreffenden Bezirken angehören. Daß Aegypten nicht immer von denNilmündungen bis nach Philä einer Herrschaft unterworfen war, stehtfest und bei einer allmäligen Ansiedelung läßt cs sich wohl denken, daßkleine Herrschaften nach und nach von den für die Niederlassung der ein-zelnen Schaaren gewählten Stützpunkten ausgingen, wie es in Indiender Fall war. Die Verschiedenheit der Götter, welche in einzelnen Be-zirken vorzugsweise verehrt wurden und durch welche in den Zeitengriechischer Herrschaft viele Städte nach ihren Hauptgottheiten odervielmehr nach den ihnen ähnlichsten griechischen Gottheiten benanntwurden, dient dieser Annahme zur Unterstützung. Sonach könnten auchdie Nomen oder Verwaltungsbezirke anstatt willkührlich gebildet zu sein,den vereinzelten kleineren nach der ersten Ansiedelung gebildeten Herr-schaften entsprechen, vielleicht selbst die Eintheilung des Landes in Ober-ägypten von Philä bis gegen Hermopolis, Mittelägypten bis unterhalbMemphis und Unterägypten bis zum Meere eine geschichtliche Grund-lage haben. Da Aegypten eine eigentliche Geschichtschreibung nicht ge-habt, ist eine Aufklärung jener Verhältnisse nur von den Inschriftenseiner Denkmäler, wenn sie völlig lesbar sein werden, zu erwarten.Dies hängt aber von der Entzifferung der Hieroglyphen ab, die sichnicht bloß auf fast allen ägyptischen Denkmälern von Meroe bis zu denNilmündungen, sondern auch auf Papyrusrollen und Mumiensärgen^ finden. Sie sind eine der drei Arten ägyptischer Schrift, die älteste
j und zur öffentlichen Aufzeichnung dienende, die sich in den beiden andern
Arten, der hieratischen weniger, der demotischen mehr, zu bequemeremGebrauche vereinfacht und abgekürzt hat. Ihre Zeichen sind theils figu-! rativ, den Gegenstand durch sein Bild darstellend, theils symbolisch, an
! die Stelle des zu bezeichnenden Gegenstandes einen andern, der mit ihm
I in irgend einer tropischen oder änigmatischen Beziehung steht, setzend,