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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Urgeschichte-

das Leben bedingenden Natur gesucht und deren Mächte an seine Stelle !gesetzt, somit das Bewußtsein seiner Persönlichkeit verloren oder die ein- ^

zelnen Kräfte in menschliche Persönlichkeiten umgesetzt, in beiden Fällen !

aber in dem Gefühle dessen, was der Sündenfall über den Menschengebracht hatte, die Bilder der an Gottes Stelle getretenen Götter durch !Andichtung auch feindseligen Waltcns entstellt. Wenn der Jrrthumhierbei verschiedene Grade zeigt und die Einbildungskraft die geschaffenenGötter mehr oder minder unwürdig gestaltet hat, so rühren die günsti-geren Fälle von einem Aushalten des Abfalles durch frühen Eintrittin die feste Gemeinschaft des Lebens her und von den zu dessen Erhal-tung gefundenen Formen, welche, indem sie den Willen banden, auch dievöllige Verfinsterung der Erkenntniß verhinderten und ein theilweisesAufleuchten des nicht ganz erloschenen Funkens göttlichen Lichtes imMenschen gestatteten. Wo aber Nichts den Fortgang des Abfalls hemmte,näherte sich der Zustand des Menschen thierischer Wildheit und Dumpf-heit und das nirgendwo ganz verloren gegangene Bewußtsein der Ab-hängigkeit von einer außermenschlichen Macht verkümmerte bis zu derVerehrung, welche den oft nicht einmal zu Sinnbildern von Natur-krästen dienlichen untergeordneten Gegenständen der nächsten Umgebunggezollt wurde. Dies ist es, was die Portugiesen nach Entdeckung derauf die tiefste Stufe herabgesunkenen Negerstämme des inneren AfrikasFetischdienst genannt haben, um seine Aehnlichkeit mit dem Wahne derZauberei, die mit einfachen Verrichtungen übernatürliche Wirkungen zuerzwingen vorgab, auszudrücken. !

12. Den Fortgang der Verwilderung zu hemmen und Völker ausderselben zurückzurufen, hat zunächst die Gewöhnung an seßhaftes Lebenund Ackerbau gedient. Eine Gewöhnung, die Nahrung von der Naturals Beute zu erhaschen, wie es durch Jagd und Fischerei geschieht, brachtedie Menschen nicht in diejenige Gemeinschaft, in welcher die Willkürdurch das Bcdürfniß gegenseitiger Sicherheit gebändigt wird und führtenicht zu regelmäßiger und planmäßiger Thätigkeit. Ebenso erhielt dieViehzucht das Leben in größter Einförmigkeit und ließ es bei dem noth-wendigen Wechsel der Weideplätze zu keinen das Leben schützenden undordnenden Einrichtungen und zu keiner über die Sorge für Lebensunter-halt hinausreichenden Thätigkeit kommen. Wo aber durch den Ackerbaudem Boden die Nahrung mit Mühe abgewonnen wurde, stählte sich derMensch zum Vollenden regelmäßiger und überlegter Arbeit, nährte dasGemüth an der Freude über den Ertrag, lernte kluge Verwendung desmit Anstrengung Erworbenen und wurde auf Vorkehrungen zu Erleich-terung der Arbeit und zur Sicherung ihres Erfolges geleitet. DieseLebensweise fesselte ihn an den einmal eingenommenen Wohnplatz undlehrte ihn in steter Berührung mit Nachbarn deren Besitz achten und