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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Urgeschichte.

Stämme, die Letten, die Slaven, die Germanen, die Celten hierher ge-hören, während von den Iberern noch mittelst ihrer im Baskischen fort-lebenden Sprache, ob sie indo-germanisch sind, zu bestimmen bleibt, vonden ursprünglich über das nach ihnen benannte Land, namentlich tiefin Kleinasien hineinreichenden Thraciern und von den um die pontischenund kaspischen Gestade und Flüsse wohnenden Scythen selbst die kauka-sische Abkunst zweifelhaft ist, endlich die Völker finnischen Stammes,wozu ungeachtet ihrer in kaukasische Form und Farbe übergegangenenKörper die Madscharcn gehören, zur mongolischen Race gerechnet werdenmüssen. Die Lücke in der indo-germanischen Kette füllen theils diesemitischen Völker der Araber, Hebräer, Phönicier und Aramäcr, bis anden südlichen Fuß des armenischen Hochlandes reichend, theils Völkerräthselhaften Ursprungs, die von Norden her sich keilförmig eingedrängthaben, Armenier, Assprer, Nordchaldäer und Stämme im Kaukasus,zwischen denen inselartig noch einzelne in der Sprache sich als indo-germanisch ausweisendc Stämme, wie die Kurden auf den Grenzen Ar-meniens und der Tigrisnicderung und die Osseten an der Südseite desmittleren Kaukasus, auftauchen. Außer den beiden großen Familien derSemiten und Jndogermanen sind noch kaukasischer Art die Bewohnerdes nördlichen Afrikas bis zu der setzt ausgestorbcnen Urbevölkerungder im vierzehnten Jahrhundert von den Spaniern entdeckten kanarischenInseln. Unter diesen waren die Aegppier, wie ihr Land durch seineLage und Natur sich an Asien anschlicßt und deßhalb oft ausdrücklichdazu gerechnet worden ist, in das Leben der ältesten asiatischen Völkerverwachsen. Auch dieses Volk ist durch die Sprachforschung, die denHauptschlüssel zur Urgeschichte der Völker und die Grundlage der Ethno-graphie bildet, aus der Einsamkeit, in der es sich den übrigen frühthätigen Gliedern der Menschheit gegenüber zu befinden schien, befreit undmit Semiten und Jndogermanen in diejenige Verbindung gesetzt, dienach seiner an den Mumien beobachteten Körperbildung, wie nach dervon ihm in der Geschichte eingenommenen Stellung zu vermuthen war.

10. Diese Völker begegnen uns an der Schwelle ihrer Geschichteschon mit einem mehr oder minder bestimmten, jedenfalls mit einemunterscheidenden Gepräge, welches einerseits zum Beweise dient, wievieles sich in der vorgeschichtlichen Zeit mit ihnen zugetragen habenmüsse und anderseits auf die Nolle, welche sie nach dem Zeugniß derGeschichte gespielt haben, hinweist. Wenn die Eigenthümlichkeiten derVölker in den Eigenthümlichkeiten der Stämme, durch deren Erweiterungsie sich gebildet, ihre Wurzel haben und unter dem Einflüsse der geo-graphischen Verhältnisse, in die sie eingetrcten sind, sich entwickeln, sokommen doch als ein drittes die ersten Thaten, wie bei Einzelnen, sobei Völkern hinzu, um die Richtung der Thätigkcit zn bestimmen. Diese