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Urgeschichte.
die eine den Norden und Osten Asiens und die arktischen Küsten Europasund Amerikas, die andere den Rest von Afrika. Die vierte, deren Na-men ursprünglich auf deu Inseln des indischen Meeres heimisch ist, hatzu ihrem Antheil alle Inseln des indischen und großen Oceans, vonMadagaskar bis zur Osterinsel, mit Einschluß der Halbinsel Malakkaund mit Ausschluß einiger der asiatischen Küste zunächst gelegenen In-seln. Die fünfte bildet nebst den mongolischen Eskimos die ursprünglicheBevölkerung des Erdtheils nach welchem sie genannt ist. Diese Ver-schiedenheit der Racen hat Zweifel an der Einheit des Menschenge-schlechtes veranlaßt, indem man im Bereiche beobachteter Erscheinungenkeine Analogie fand, nach welcher man ein Auscinandergehcn der Men-schen in so stark und so dauernd geschiedene und verschiedene Theile hätteerklären mögen. Nichtsdestoweniger gibt cs Fälle eines Uebergangeszu fremden Racen, welche sich zu der ursprünglichen Scheidung ebensoverhalten, wie die noch hin und wieder vorkommenden Veränderungenauf der Erdoberfläche zu den Umwälzungen, durch welche deren Gestaltim Allgemeinen bestimmt worden ist. Viele Völker gehören nach denMerkmalen der Körperbildung zu der einen Nace, während sie sich durchihre Sprache als Angehörige einer anderen verrathcn, ohne daß dieSprache durch Uebertragung auf sie übergegangen sein könnte. Wasan ihnen im Einzelnen und vielleicht sehr allmälig geschehen ist, mußsich bald nach der Trennung unter Mitwirkung von Sitte, Lebensartund klimatischen Einflüssen im Allgemeinen und in einer nur den ur-sprünglichen Zeiten der Menschheit eigentümlichen Schnelligkeit derUmbildung zugctragen haben.
8. Gehört die Trennung in Racen zu den in Dunkel gehülltenEreignissen, die sich, ohne in ihrem Gange verfolgt werden zu können,nur in ihren Folgen bemerkbar machen, so ist cs auch unmöglich, siemit der Trennung der Menschen in die drei nach Noahs Söhnen be-nannten Theile in genaue Verbindung zu bringen. Wie schon derUmstand, daß nah verwandte Sprachen unter Völker verschiedener Racenvertheilt sind, darauf hindeutet, daß eine ursprüngliche Stammesgemein-schaft zerrissen worden ist, so können schon bei der Entstehung der Nacen-verschiedenheit näher verwandte Völker sich geschieden und einander anAbkunft ferner stehende sich verknüpft haben. Auch ist diese Verschieden-heit für den Gang der Geschichte nur insofern bedeutsam, als diese sichvorzugsweise unter den kaukasischen Völkern fortbewegt, welche sowohlvon vorzüglicher Anlage als von der Beschaffenheit ihrer Wohnplätzebegünstigt, das Leben zu höherer Vollkommenheit gebildet und den übri-gen nur durch ihre Berührung mit ihnen einen Platz in der Geschichteverschafft haben. Vermöge dieses Gegensatzes erscheinen die Völker derübrigen Racen als die jüngeren, in ihrer Erziehung am wenigsten ge-