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5 (1830)
Entstehung
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Friedrich Barbarossa.

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er bürgerlichen Unruhen in Rom, bei Marius, Sylla undPo mp ejus. Doch ich habe nicht nöthig, mich auf das Alter-thum zu berufen. Das ganze Leben ist voll von Beispielen die-ser Art. Mit Recht verdient daher die Klugheit Friedrichsgepriesen zu werden, der, wie er selbst die höchste Mäßigung be-wahrte, so auch seinen fürstlichen Verwandten bewog, von seinemRechte Etwas nachzugeben.

Auswärtige, zu sehr von sich eingenommene Menschen nennenunsere Kaiser Barbaren, und behaupten, sie hätten ihre Thatenmehr innern heftigen Antrieben folgend, als mit besonnenerUebcrlcgung vollbracht. Wie aber überhaupt unzählige, mitWeisheit und Mäßigung ausgeführte Thaten unserer Fürsten be-zeugen, daß ihnen mit Unrecht der Vorwurf der Barbarei ge-macht wird, so gibt vornehmlich diese FriedcnsvcrmittclungFriedrichs deutlichen Beweis, daß es ihm weder an Klugheit,die Gesinnung der Fürsten zu versöhnen, noch an ernster Be-sonnenheit gefehlt hat, indem er die öffentliche Ruhe jedem Pri-vatinteresse vorzog. Dieser Anfang seiner Negierung hat sowohlihm Ansehen und Wohlwollen erworben, als auch allen VölkernHoffnung einer gerechten und gemäßigten Regierung gewahrt; undwahrlich, für die Verständigen kann es nichts Wünschenswerthe-rcs, nichts Schöneres, noch Bewundernswürdigeres geben. Wie-wohl er nun diese billige, gemäßigte Gesinnung selbst im Kriegenicht abgelegt hat, so leuchtet doch seine Tugend in seinen krie-gerischen Thaten mehr, als in seinem friedlichen Wirken hervor.Und wie man, je nach der Verschiedenheit der Umstände, an ei-nigen Feldherren das Zögern, an einem Alexander oder Ju-lius die rasche Ausführung rühmt; so-glich unser Friedrichals Feldherr mehr dem Alexander; kampflustig scheute er nie,auch an ungünstigen Orten eine Schlacht, hob fast nie eine Be-lagerung aus, hielt sich jedoch keineswegs im Lager müßig, son-dern drängte die Feinde durch fortwährende Angriffe auf dieStädte, so daß sie, indem ihnen nicht der erforderliche Zwischen-raum zur Erholung vergönnt war, die Belagerung nicht langeausdauern konnten. In der Schlacht focht er in den vorderstenReihen, erstieg bei Erstürmungen die Mauern zuerst, und pflegteüberhaupt allen Geschäften eines ausgezeichneten Anführers, wieeines tapfer» Kriegers sich zu unterziehen. Auf solche Weise hater stets die bedeutendsten Kriege in der größten Schnelligkeitbeendigt.

Den ersten Krieg führte er mit den Danen, einem Volke,