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5 (1830)
Entstehung
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^ Rede über den Ausspruch Christi:Niemand^ wird Meine Schafe aus Meiner Hand reißen."(Joh. 10, 28.)

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^ir, allmächtiger und wahrhaftiger Gott, ewiger VaterI unsers Herrn Jesu Christi, Schöpfer des Himmels und> der Erde und aller Creatur, nebst Deinem Sohne, unserm

^ Herrn, Jesus Christus, und dem heiligen Geist, Dir,

dem weisen, gütigen, wahrhaftigen, gerechten, erbarmenden, keu-schen, gnadenreichen Gott, danken wir, daß Du bisher in diesenLanden die Kirche, und Schutz und Pflege derselben gnädig er-hallen hast; und bitten Dich flehentlich, Du wollest immerfortunter uns Deinem Sohne ein Erbtheil sammeln, das Dich inalle Ewigkeit preise.

' Ich habe aber in diesen unfern Versammlungen zum öfterntheils Ermahnungen, theils Tadel ausgesprochen, und ich hoffe,j die Meisten werden dessen eingedenk sein. Da ich aber anneh-

H men darf, daß jetzt Aller Herzen von einer neuen Bekümmerniß

und einem neuen Schmerze wegen des Krieges in der Nachbarschaftgefoltert werden, so erheischt diese Zeit ein Wort des Trostes.Und wie man gewöhnlich sagt:Wo es wehe thut, da hat er: die Hand," so konnte auch ich bei dieser so großen Niedcrgeschla-

j gcnheit mich nicht entschließen, meine Rede auf etwas Anderesj zu richten. Wiewohl ich nun nicht zweifle, daß Ihr selbst auch

j in den göttlichen Aussprüchen Trostmittel suchet, so will dennoch

auch ich einige daraus gesammelte Euch zurufen, weil ja auchdas, woran wir selbst gedacht hatten, uns wecther wird, wennwir hören, das Nämliche bewähre sich auch an Andern als heil-sam. Und weil lange Reden bei Schmerz und Traurigkeit lästigsind, will ich unverzüglich den Trost Vorbringen, welcher derwirksamste ist.

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