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Rcdc über dc» Kaiser
von dem die Geschichte der Cimbccn bezeugt, daß es auch infrühem Zeiten große Tapferkeit besaß; und wie furchtbar diesel-ben sich der Sradt Rom gemacht, wie oft sic römische Heerevernichtet haben, ist Euch bekannt. Auch in unserer Zeit nochist die Tapferkeit des Dänenvolkes und seine Kriegskunst sogroß, daß sie keineswegs aus der Art jener alten Eimbern ge-schlagen zu sein scheinen. Die Dänen hatten Lübeck einge-nommen, und an jener ganzen Küste die stacksten Heere ausge-stellt. Da cs aber Friedrich für sehr vortheilhaft erachtete, lzuerst den Feinden ihre Eroberung wieder zu entreißen, schloß er ?die Festung und die Stadt Lübeck selbst mit einem Heere ein, -in der Hoffnung, daß die Feinde, um die Stadt von der Ge- ifahr zu befreien, ihm Gelegenheit zu einer Schlacht geben wür-den. Und Friedrichs Absicht wurde nicht getauscht. Nachdemer also in einigen Treffen, welche wahrend der Belagerung vor-gcfallen waren, gesiegt, und Lübeck wieder erobert hatte, er-langte er es, da er sich nicht in einen langwierigen Krieg, zu-mal in jener Gegend, verwickeln lassen, sondern vielmehr jenesso tapfere Volk gewinnen, und unter sichern Bedingungen sichverbinden wollte, durch sein Ansehen leicht, daß der dänische Kö-nig zu ihm in's Lager kam, um sich mit ihm wegen des Frie-dens zu besprechen. Dort setzte ihm der Kaiser aus einander,daß er, nicht um fremde Besitzungen zu erwerben, sondern umsein Gebiet zu schützen, diesen Krieg unternommen hätte. Wür-den die Danen ein Gleiches thun, und sich mit ihrem Reiche ,begnügen, so wolle er nicht nur Frieden mit ihnen schließen,sondern bewerbe sich auch um ihre Freundschaft, weil ec ungern ?mit einer Nation Krieg führe, die er der deutschen verwandt »achte. Die Dänen nahmen, nicht sowohl durch die Waffen süberzeugt (ungeachtet der Kaiser nicht nur mit ganz besonderer sKlugheit und Tapferkeit, sondern auch mit großem Glück jenen sKrieg geführt hatte), als vielmehr durch die Rechtlichkeit und ,lHumanität dcS Kaisers gewonnen, die Friedensvorschläge an. So iendigte er diesen beschwerlichen und gefährlichen Krieg nicht bloß ?!durch die Waffen, sondern auch durch die Meinung von sei- sner Billigkeit, und verband sich einen Nachbarkönig. Dieses ,Bündniß der Fürsten, und eine lange Freundschaft zwischen ih-nen, hat jenen Gegenden auch einen sichern Frieden verschafft.
Daraus zog er nach Italien, und wurde der Sitte ge- !mäß in Rom gekrönt. Auf diesem Auge beschwichtigte er dieMailänder, welche aus Herrschsucht einige Nachbarstädte un-
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