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5 (1830)
Entstehung
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Friedrich Barbarossa.

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gerechter Weise in Besitz genommen hatten, nicht sowohl durchdie Waffen, als durch sein Ansehen. Aber diese Gelindigkeitwar nachmals Veranlassung zu einem furchtbaren Kriege. Nach-dem der Kaiser nach Deutschland zurück gekehrt war, legtendie Mailänder die Gelindigkeit des Kaisers entweder fürFurcht, oder Weichlichkeit aus. Deshalb versprachen sie sichschon die Herrschaft der Lombardei, und hetzten einige der! mächtigsten Städte Italiens zum Kriege auf. Sie beklagten> sich, daß ihnen ihr Recht auf einige Städte entrissen worden,s und ermahnten sie, daß man mit vereinigter Macht die FreiheitItaliens vccthcidigcn müsse. Das war der Anfang eines sehrharten und langwierigen Krieges.

Da aber Friedrich erfuhr, daß ganz Italien unter Waffenwäre, führte er mit äußerster Schnelligkeit ein Heer nach Ita-lien. Die Geschichte ist zu lang, als daß sie in einer Redeganz erzählt werden könnte. Ich will nur einige Lhatsachen her-aus heben, welche zeigen, thcils von welcher Geistesgröße Fried-rich selbst gewesen, theils welche gewaltige Bewegungen, und mitwelcher Schnelligkeit er sie unterdrückt hat.

Die Italer hatten ihre Armee am jenseitigen Ufer derAdda, der Deutsche am dießseitigcn. Die Italer, weil siesich durch den Fluß gesichert meinen, fordern die Deutschen un-gestüm heraus, rufen höchst übermüthig selbst dem Kaiser Schimpf-worte zu. Ungeachtet der Fluß angeschwollen war, so daß dasHeer ohne Gefahr nicht übersetzen konnte, drang Friedrich,nicht fähig, die Schmach zu ertragen, doch darauf, übcrzusctzcn,

^ und stürzte sich zuerst in den Fluß. Dem Beispiel des Kaisersfolgten zuerst die Ritter, dann auch das Heer. Die Italer^ hatten kein Lager verschanzt, kein Heer in Schlachtordnung, weilsie sich für sicher gehalten hatten. Friedrich machte nun aufdie Uebcrraschten einen plötzlichen Angriff, und schlug das ganzeitalische Heer, und trieb es in die Flucht. Dieser einzige Siegsetzte den Kaiser wieder in Besitz von beinahe ganz Italien, dennnach dieser Demüthigung der Feinde bemächtigte er sich nachher^ noch vieler Städte, verstärkte seine Bundesgenossen, und legteBesatzungen in gewisse Städte. Der Krieg hätte nun als been-digt betrachtet werden können, wenn nicht das kirchliche Schismadenselben auf's Neue entflammt hätte.

In Rom waren zwei Päpste gewählt worden, von denender eine, Alexander, den Kaiser mit dem Bann belegte, dar-um, weil er den andern Papst mehr zu begünstigen schien.