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dm, wen sie Mn Führer, welche Feinde sie hat; woher dieseSchwachheit des menschlichen Geschlechts, woher diese furchtbareVerwirrung des Lebens, woher so viele Umwälzungen in denVölkern und Staaten kommen, und welchen Hafen die Kircheunter so großen Gefahren hat? Da menschliche Sorgfalt dieKirche nicht zu erhalten vermag, so wollen wir Gott mit auf-richtiger Gesinnung bitten, daß Er nach Seiner unermeßlichenGüte um des Sohnes willen die Kirche erhalte, und in einigenLandern ihr eine geruhige Freistätte geben, daß Er die Studien,durch welche Er wahrhaft verherrlicht wird, beschütze und fördere,daß Er die Kcnntniß Seines Evangelium unter den Menschennicht verlöschen, noch das ganze Menschengeschlecht in das ewigeVerderben stürzen lasse.
Westen Brust ist so eisern, wer ist so roh und vmvildert,daß er, wenn er erwägt, welch eine große Menge Menschen inoffenbarer Raserei Gott verachtet, und das ewige Verderben sichzuzieht, das menschliche Elend nicht bejammern sollte? Darum,damit nicht die ganze Mcnschennatur völlig zu Grunde gehe, laßtuns beten, daß einige Ucberceste ausgehobcn und gerettet werden!
Ferner denke auch Zeder über sich selbst nach, sehe auf dieBeispiele aller Zeiten, und mache die zum Gegenstand seinerAufmerksamkeit, deren Wandel für das Menschengeschlecht segens-reich gewesen, und trete in ihre Fußtapfen! Hingegen hüte ersich aber auch, daß er nicht unter die Scheusale der Menschheitgeworfen werde, wie cs deren Viele gegeben hat, z. B. Kain,Pharao, Judas, Marcion, Manes u. A.
Der einst auf der Bühne ausgesprochene Grundsatz, daß dasLeben vom Glück, nicht von der Weisheit regiert werde, müsseaus der Kirche verbannt werden! Wir sollen wissen, daß nichtdurch menschliche, sondern durch göttliche Weisheit das Le-ben regiert wird, welche zweierlei umfaßt. Sie heißt dich denGeboten Gottes gehorchen, und Seine Leitung und Regierung er-flehen, wie der Psalm spricht: „Sei Gott ergeben, und hoffe Hilfevon Ihm!" Werden wir dieser Weisheit als unsrer Führerinn fol-gen, so werden unsre Angelegenheiten glücklich von Statten gehen.
Wie groß ist die Zahl derer, welche, aus ihre Weisheitbauend und Gottes vergessend, sich und dem Vaterlands denUntergang bereitet haben! Ich will nicht von den Alten, vonPharao, Ahab, Jedckias, Alkibiades und Achnlichcn reden. Se-het unsre Zeiten an; Ihr erinnert Euch ja des Anfangs dermünstcr'schen Unruhen, wie fanatische Menschen so keck falsche