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Rebe über den Apostel Paulus,
Verständniß seiner Sprache gelehrte Keimtniß erfordert wird. Das jsage ich darum einmal, damit die Studicendcn ihn um so auf-merksamer lesen, damit sie aber auch, um ihn richtiger auffaffenzu können, mit wissenschaftlichen Kenntnissen daran gehen sollen.
Ich habe von denjenigen Lehren, welche Paulus am mei-sten in's Licht gesetzt hat, und von einigen andern Punkten derLehre gesprochen. Denn bei dem Apostel kommt vorzüglich seine jLchrart in Betracht. Auch über seine Tugenden würde ich Ei-niges hinzu setzen. Aber wir werden in kurzer Zeit den hohenGlanz derselben schauen, wenn wir seine Nahe und seine Ge-meinschaft genießen, wenn wir hören werden, wie Christusseine Thaten rühmt, wenn wir als seine Zuhörer noch Vielesvon ihm werden erforschen können. Denn es mag keine, derGröße dieser Tugenden würdige Rede ersonnen werden. Jedochdarf auch das Beispiel nicht unbeachtet gelassen werden. Dennwenn wir auch denselben Grad seiner Tugenden nicht erreichen,so müssen doch bei Allen gleiche Anfänge gemacht werden. UnserGlaube müsse gestärkt werden, wenn er sagt, er sei in seinemfeindlichen Wüthen deshalb von Gott berufen worden, damit ^wir lernen sollen, daß Gott um Christi willen, wenn wirnur zu Ihm fliehen, uns gewißlich vergeben wolle. Laßt unsHilfe und Schutz mit Zuversicht erwarten, wenn wir in demsel-ben Berufe stehen, in welchem er gestanden. Zuletzt wollen wir, .so viel an uns ist, uns hüten, daß wir nicht durch schlechteSitten der himmlischen Güter uns verlustig machen, oder denheiligen Geist betrüben. Wie der Maler, wie der Baukünstlcrein Ideal, ein Vorbild seines Werkes hat, auf das er stetsschaut, so fordert auch diese Lebenskunst, daß wir im Geisteaus gefeierte Männer Hinschauen, und uns beeifern, denselbennachzufolgen, und sie auf irgend eine Weise zu erreichen. So .hatte Cicero den Lälius zum Vorbild sich erwählt, so AndereAndere; so wollen wir in der Kirche auf Paulus, Jere-mias und Aehnliche als unsre Vorbilder schauen; durch die Bei-spiele derselben wollen wir unfern Glauben stärken, uns zum Ge-bet erwecken, und die Geduld, die Sanftmuth, den treuen Fleißderselben in allen Verhältnissen nachahmen. ^
Bisher Hab' ich, so viel es mir theils meine geringe Kraft, .thcils die Kürze der Zeit möglich machte, von Paulus geredet.
Es ist noch der dritte Theil meiner Rede übrig.
Ein frommes Gemüth sieht sich aufgefordert, oft und fleißigdarüber nachzudenken, auf welche Weise die Kirche erbaut wor-