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5 (1830)
Entstehung
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gehalten 1536.

einher traben, jedoch nichts Zuverlässiges Vorbringen, sowohl weilsie an keiner Methode gewöhnt sind, als auch, weil sie die Quel-len der Materien nicht genug inne haben; deswegen, weil sie,unbewandert in der Philosophie, nicht genug einsehen, theils wasdie Theologie in sich begreife, theils in wie fern sie mit derPhilosophie übereinstimme.

Es ist nicht nöthig, hier jene Men aufzuführcn, welche dieI Lehre des Chcistenthums unter den abgeschmacktesten Spitzfindig-keiten gänzlich vergraben haben. Philosophische Durchbildungmach' ich zur Forderung, nicht jene eitel« Künste, hinter denenNichts ist. Deshalb sagte ich, man müsse sich ein bestimmtes,philosophisches System wählen, das so wenig als möglich So-phistik enthält, und eine strenge Methode bewährt. Ein solchesist das Aristotelische. Doch muß man zu diesem auch nochl jenen herrlichen Zweig der Philosophie, die Wissenschaft von der

! Bewegung der Himmelskörper, hinzu fügen. Denn die übrigen

philosophischen Secten sind voll Sophistik und abgeschmackter undfalscher Meinungen, welche auch auf die Sittlichkeit nachtheiligwirken. Denn jene Uebertrcibungcn der Stoiker, daß Gesund-, heit, Reichthum und dergleichen nicht als Güter zu betrachten

s seien, sind rein sophistisch. Ihre kalte Indolenz ist eine Lüge,

! und ihr Wahn vom Schicksal ein falscher und verderblicher,

l Epikur philosophict nicht, sondern schäkert, wenn er behauptet,

durch Zufall sei Alles entstanden. Er hebt die erste Ursache auf,und ist mit der Wissenschaft der Physiker ganz und gar in Wi-' derspruch. Auch vor der Akademie muß man sich hüten, die

keine'strenge Methode beobachtet, und sich eine ungezügelte Frei-heit anmaßt, Alles umzustoßen; wer freilich diese Richtung ver-folgt, muß Vieles sophistisch auffassen. Wiewohl es kann auchder, welcher vornehmlich dem Aristoteles als Führer folgt,! und eine bestimmte, einfache und von Sophistik möglichst freie,

z philosophische Bildung erstrebt, bisweilen von andern Meistern

Etwas aufnehmen. Denn gleich wie die Musen, nachdem siemit den Sirenen um den Preis des Gesanges gekämpft undsie überwunden harten, aus den Federn derselben sich Kronen^ machten, so mag man auch in Ansehung der philosophischen

! Secten, wenn auch die eine vorzugsweise unfern Beifall verdient,

^ doch bisweilen auch aus den andern etwas Wahres entlehnen,

um unsre Ueberzeugung damit zu schmücken.

Aber über die bestimmte Art der Philosophie und über diel Verschiedenheit der Secten wird ein anderes Mal gesprochen weroenV 9