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terlands mit hoher Tapferkeit hingeeilt sind, weil sie in diesereinzigen Stadt das Wohl aller Nationen gefährdet glaubten.Dazu kommt, daß von keinem Regentenhaufe, wenn man sieauch alle aufzählen wollte, mehr milde, fromme Thaten aufge-stellt werden mögen, als von dem östreichischen, und Karl istseinen Ahnen so wenig unähnlich, daß er in eben dem Grade, inwelchem er hinsichtlich des Umfangs und der Größe seines Reichsüber allen Fürsten steht, auch alle an Milde der Gesinnung übcr-trifft. Denn welche mildere Handlung ist in der ganzen Ge-schichte zu lesen, als daß er jenen König, seinen erbittertstenFeind, der, dem Völkerrecht zuwider, einen Krieg erregt hatte,nachdem er im Treffen gefangen genommen worden, nicht nurunangetastet entlassen, sondern ihn auch aus Rücksicht auf ihreVerwandtschaft wieder in die Regierung eingesetzt hat? Einesolche milde, edle Handlungsweise vermag keine menschlicheStimme so dazustcllen und zu rühmen, wie sie cs verdient.
Daher ist in großer Täuschung befangen, wer einen solchenCharakter eines so großen Jähzorns für fähig hält, als ob erirgend eine, wenn auch noch so große Beleidigung auf dieseWeise habe rächen wollen. Gewiß, er würde, wie sehr er auchgezürnt, seinen eignen, besondern Schmerz, entweder zu Gunstender Stadt selbst, von der er den Titel seiner Herrschaft führt,oder um so vieler heiliger Altäre willen, oder zum Vortheile an-derer Völker, welche ihre Staaten ohne den Einfluß dieser Stadtnicht behaupten können, unterdrückt haben, wäre es ihm möglichgewesen, diesen so plötzlich und ganz unerwartet eingetretenen Vor-fall durch seine Gegenwart zu leiten und zu regieren. Darumsoll der Kaiser in dieser Rede durchaus nicht angeklagt werden,da er zur Sicherung der öffentlichen Ruhe in Italien ein Heergehabt hat, nicht aber, um Raub zu üben, nicht um die Haupt-stadt des Reichs zu verwüsten, nicht um die Tempel zu entwei-hen, nicht um die Bibliotheken zu plündern, nicht um die Geist-lichen zu erwürgen, nicht um Jungfrauen und ehrbare Haus-frauen fort zu schleppen! Während nun der Kaiser wollte, daßAlles dieses durch den Schutz seiner Waffen und seines Heeresgesichert sein sollte, hat das Heer, wie es anderwärts oft ge-schah, ganz gegen die Kriegsdisciplin, gegen den dem Kaiser zu-gesagten Gehorsam, durch Habsucht zur Plünderung dieser soreichen Stadt, welche es ohne Besatzung wußte, verlockt, allesgöttliche und menschliche Recht verletzt. Aber diese Räuber, welchegegen den Befehl des Kaisers, ohne rechtmäßige Führer, in die
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