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Friedrich von Sachsen. 1525.
so hak er durch Geduld, Gelassenheit und edle Mäßigung dieFeindseligkeiten seiner Gegner, so viel er immer konnte, beschwich-tigt. Es ist mir nicht vergönnt, diese Vorzüge umständlicherdarzustellcn. Darum übergehe ich jetzt, was die von ihm be-gründete Hochschule fühlt, wie ersprießlich und heilsam für denStaat wissenschaftliche Bildung ist, welche der gewöhnliche Für-stcnhaufe arger als Gift und Pest flieht. Ich schweige von derSorgsamkeit und Treue, mit welcher er Freunde sich verband, wieer sie zu schützen, und, was auf dem Throne so schwer ist, sichzu erhalten wußte. Ich übergehe, mit welcher Umsicht er Ge-fahren entgegen ging, wie standhaft er sie trug. Ich sage Nichtsüber seine außerordentliche Leutseligkeit im häuslichen Umgänge,Nichts davon, wie fein und zierlich sein Ausdruck, wie scharfsin-nig sein Geist gewesen. Ich erwähne Nichts von seiner bewun-derungswürdigen Kunst in der Verwaltung des Staatsvermögens,durch welche er vor Kurzem noch die drückende Theurung mil-derte. Dieß Alles inögt Ihr nur Euch vergegenwärtigen, alle seineVorzüge und Verdienste Euch in das Gedächtniß zurückrufen, umEuch bewußt zu werden, welchen Dank wir zuerst Gott füreinen solchen Fürsten, welchen Dank wir auch den Manendesselben schuldig sind; ja keine Zeit müsse aus unfern Herzendie Erinnerung an seine herrlichen Eigenschaften und Wohlthatenverwischen. Denn, o wir Bcklagenswerthcn! cs hat das Vater-land nicht nur einen wohlthätigen, segensreich waltenden Fürstenund Bewahrer eines langen Friedens, sondern den Vater hat esverloren, von dem es mit Allem, was nützlich und gut, ausge-stattet worden ist. Es erwarben sich einst göttliche Ehre die, sozuerst den Ackerbau lehrten: er aber hat Ackerbau, Erziehungs-und Unterrichtswcsen, Handel und Gewerbe treulich geschirmt, in-dem er eine so große Reihe von Jahren hindurch den Friedenuns erhielt. Auch unsere wissenschaftlichen Anstalten haben ihrenMäcen verloren; denn besser als ec wußte kein Fürst geistige Vor-züge zu schätzen und zu ehren. Ganz Deutschland hat in ihmdas Haupt des Reichsrathes verloren; da war er die sichersteSchutzwehr für alle Rechtlichen und Guten; ihm zunächst brach-ten in jener großen Krisis Deutschlands alle Stände die obersteWürde entgegen; seine Weisheit, sein Ansehn erachtete man alstüchtig zur Verwaltung des Reichs; ihn pflegte man in verwickel-ten Angelegenheiten als ein Orakel um Rath zu befragen. Unddiesen haben wir zu einer Zeit verloren, wo, wie jener Dichterspricht (lmvau. IV. 175.):