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5 (1830)
Place and Date of Creation
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98 Rede, gehalten bei dem Begräbniß des Kurfürsten

die Klugheit und Sorgfalt unsers Fürsten die Kriege abgethanwurden! Möchte das Volk nur begreifen, welches Unheil, welcheZerstörung auch der glücklichste Krieg mit sich führt! Möchl' esnur die Vortheile des Friedens in der Nahe betrachten; ge-wiß, es würde laut anerkennen, daß nichts Besseres, nichts Heil-sameres, nichts Segensreicheres diesem Lande von Gott hätte ver-liehen werden können, als ein solcher Fürst, der so standhaftdie Kriege vermied. Es sind aber diese seine Vorzüge nicht ohnerühmliche Anerkennung geblieben; denn da sein Volk sah, mitwelcher Treue er das allgemeine Beste zu fördern bemüht war,liebte es ihn auch fast als Vater; in keinem Herzen kam derArgwohn der Harte oder der Ungerechtigkeit auf So hat er dennerreicht, was Lenophon als das Schönste, ja als etwas Gött-liches darstellt, daß echerrschte über solche, die willig ihmunterthan waren." Nichts Ruhmwürdigeres aber kann ein Fürsterreichen, als wenn ihm seine Unlerthanen das Lob der Weisheitund Gerechtigkeit freiwillig entgegen bringen, und seinem Schutzeempfohlen, ihre Wohlfahrt gesichert glauben. So hat er durchGerechtigkeit und unermüdliche Sorge im Innern und nach Au-ßen hin sein Land langer als dreißig Jahre in Frieden undRuhe erhalten, und durch Gesetze, löbliche Anordnungen, Ge-bäude, sein Gebiet allenthalben geschmückt. Das von seinen Ah-nen ihm vererbte Land zu cultivicen, und durch gemeinnützigeAnstalten auszuzeichnen, schien ihm eines Fürsten würdiger, alsdie Gränzen des Reichs zum Nachtheile Vieler auszudehnen undzu erweitern. Und wie die Griechen sprichwörtlich sagten:

wer Sparta's Besitz gewonnen, der soll es schmücken;"

so ging die eifrigste Bestrebung seines Geistes dahin, wie einHausvater seinen Hausstand, so sein Land durchgängig zu einemblühenderen Wohlstände zu erheben.

Hier könnt' ich auch erwähnen, welche unheilvolle Streitig-keiten unter andern Fürsten, wie viele Kriege er durch sein An-sehen bcigelegt hat. Aber weder die Zeit, noch meine Kraft ver-stauet eine längere Rede; darf ich doch das Meiste dessen, was ergewirkt, als Euch bekannt voraussetzen, und wollt Ihr nur das beiEuch erwägen, so werdet Ihr finden, daß er mit der höchsten Weis-heit, mit der größten Umsicht und Geschicklichkeit seinen Staat ver-waltet, daß er seinem Lande sowohl, als auch den Nachbarländernals ein wahrhaft heilbringender Fürst sich bewährt hat. Das rechneich ihm in der Thar zum größten "und unbezweifeltsten Ruhme an,