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Friedrich von Sachsen. 1525.
der, obwohl ein großer Feldherr, doch dem Staate verderblichwar. Eben so hat den Griechen Alcibiadcs keinen großemVortheil geschafft, als Solon; denn wenn Jener einen Krieg ausdem andern hcrvorrufend, sein Vaterland verwüstete, so hat Die-ser dasselbe dadurch, daß er ihm Gesetze gab, und den Staat aufeine weise Verfassung gründete, mehr als Einmal vom Untergangegerettet. Zu solchen ersprießlicher», edlern Tugenden nun hatGott unser» Friedrich geschaffen. Weßhalb er auch, als dieersten Stürme über Deutschland herein brachen, stets verhütete,daß seine Völker nicht von den Uebeln eines Krieges geängstigetwurden. Welchen Sieg mag man diesem zur Vergleichung ge-genüber stellen, da so mannichfaltige Unruhen langer als 30 Jahrehindurch in Deutschland herrschten! da so oft gewaltsame Bewe-gungen sich erhoben, Viele ihm, wie cs ja Regenten so oft erfah-ren, den Frieden mißgönnten. Viele ihn antriebcn, die Waffen zuergreifen! Traun! es war damals keine gewöhnliche Klugheit, keinegemeine Hcldenkraft, den Unmuth, den Zorn zu überwinden, dasLeben des Volks zu schonen, und durch Geld, weise Maßregelnund Unterhandlungen die feindliche Macht zu zersplittern! Manerzählt vom Perikles, er habe, als er die letzten Athemzügegethan, und die umstehenden Freunde ihm seinen ruhmvollen Sieggemeldet, gesprochen, dieser Ruhm gehöre nicht sowohl ihm, alsvielmehr den Kriegern oder dem Kriegsglück; sein eigenthümlicherRuhm sei d"r, daß nie ein Bürger um seinetwillen das Trauer-gewand angelegt habe; womit ec sagen wollte, daß kein Bürgerje von ihm seiner eigenen Ehre aufgeopfert worden. Unser Fürstjedoch nahm nicht nur wegen Privatbeleidigungen nie eine Rache,welche Jemand in Schaden gebracht hatte, sondern auch Kriegund offene Gewaltthatigkeit unterdrückte er durch seine Klugheit,ohne Bürgerblut. Er konnte mit größerem Rechte sagen:
„Es weiche der friedlichen Loga der Waffenrock."
als Eicero, der die in Rom ausgebrochenen Bürgerunruhen mitden Waffen, und zwar härter als es die Sache erforderte, zurRache zog. So wie ferner bei gefährlichen Stürmen ein Steuer-mann ohne die größte Vorsicht und äußerste Anstrengung seinFahrzeug nicht retten mag, eben so ist es keines gewöhnlichenGeistes Werk, in so bedrängten Zeiten ein Land in Ruh' undFriede zu erhalten. Mögen auch mit Blut erkaufte Siege durchTropäcn und festliche Triumphzüge gefeiert werden; wie theuecmuß uns das Andenken an solche Siege sein, wo lediglich durchV. 7