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5 (1830)
Entstehung
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am 22. Februar 1546.

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hat, und nach demselben den rechten wahrhaftigen Gott vonandern falschen und erdichteten Götzen scheidet und sondert, hater sehr oft mit großem Ernst und christlich aus der heiligenSchrift in Predigten und sonst geredet.

Es haben ihn Viele in dieser unserer Versammlung etwahören auslegen diesen Spruch Christi, Ioh. 1., da Er spricht:Ihr werdet von nun an den Himmel offen sehen, und dieEngel Gottes hinauf und herab fahren auf des Menschen Sohn."Hier vermahnet er erstlich die Zuhörer, diesen hohen, herrlichenTrost wohl zu betrachten und in's Herz zu drücken, daß uns jetztgewiß der ganze Himmel offen stehet, d. i. daß wir nun durchChristum einen Zugang haben zu Gott, und der schreckliche,unerträgliche Zorn Gottes hinweg genommen, so wir zu diesemMittler, dem Sohn Gottes, Zuflucht haben, und daß Gottnun bei und unter uns ist und wohnet, und daß, die Ihn imGlauben anrufen, von Ihm gnädiglich angenommen, erhöret, re-gieret und erhalten werden.

Von diesem wunderbaren, ewigen Rath und Willen göttlicherMajestät, welchen doch viele ruchlose Gottesverachtec für eitelFabeln und lauter Nichts halten, lehrte und vermahnte er, daßman ihn mit festem Glauben sollt' entgegen setzen und haltendem natürlichen Zweifel menschlichen Herzens und allen den Schrck-ken und Anfechtungen, dadurch elende, betrübte Herzen flüchtigund scheu gemacht werden, daß sie sich nicht können erheben,Gott in rechtem gewissen Vertrauen anzurufen, noch sich Gotteszu trösten und mit ihm zufrieden zu sein.

Darnach sagte er, die Engel, so auf und nieder fahren auf desMenschen Sohn, d. i. des Herrn Christi Leib, das seien dietreuen Diener und Prediger des Evangelü, welche erstlich durchdiesen unfern Vorgänger und Herzog Christum hinauf zu Gottfahren, und von ihm das Licht und die Erkenntnis des Evangeliumund den heiligen Geist empfangen, und darnach wieder herabfahren, d. i. das Amt, das Evangelium zu predigen und zulehren, unter den Menschen üben und führen. Zu diesem brachteer auch diese Auslegung mit ein, daß auch eben die himmlischenGeister, die wir pflegen Engel zu nennen, so die den Sohn Got-tes anschauen, durch diese Anschauung der wunderbaren Vereini-gung beider Nature», Viel lernen, und darüber unsägliche Freudehaben, und weil sie dieses Herrn, unsers Heilandes Diener undHecrschaaren sind, die Kirche zu schützen, werden sie durch Des-selben Handleitung regiert. Diese großen, herrlichen, allerhöchsten