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Philipp Melauchthoii. 1239.
und werde niemals Sich von Denen abziehen, welchen Er Lebenund Vernunft und das Bild Seiner Gottheit mitgctheilt habe.Daraus kamen die Kinder der Reine nach herein, wie ihnen dieMutter befohlen hatte, gaben Ihm die Hände, grüßten Ihn,und traten dann ganz still wieder ab.
Da lobte Gott die sorgliche Mutter, daß sic ihre Kinder nichtnur zierlich angethan, sondern auch zur Artigkeit im äußern Be-nehmen sie gewöhne. Aber diese äußerliche Artigkeit, sprach Er,ist nur der Anfang zur Erziehung; eine andere wichtigere Unter-weisung muß dazu kommen, daß sie wissen, sie seien vor Allemdazu geboren, um Gott zu erkennen, um seine Kenntniß weiterzu verbreiten, um die Euch gegebene Verheißung zu bewahren,um Gehorsam gegen Gott zu üben. Auch besaht Er, dieselbenüber die Unsterblichkeit und die ewigen Strafen der Gottlosen zubelehreil.
Die Mutter antwortete, das werde ihnen von beiden Aelternsorgfältig cingepragt, und fügte mit Thrancn hinzu: „Wir ge-denken oft unser» beklagenswerthen Falles, und mit wie vielGnade Du uns wieder angenommen hast; und unser ganzesStreben geht dahin, daß unsere Kinder möchten bei ihrer Pflichtbleiben, damit wir uns nicht noch ärger gegen Dich vergehen.Wir kennen ja die schwere Strafe, welche unfern Nachkommenbevor steht, wenn sie sich von Dir abweuden sollten. Darum istes unsre vorzüglichste Sorge, daß wir Dich, den Schöpfer, ihnenzeigen, und sie lehren, welche Pflichten Du forderst, und welcheselige Hoffnung Du uns gegeben hast. Aber vielleicht willst Dusie hören, um selbst zu verbessern, wenn sie Etwas nicht rechtgelernt haben sollten." Und nun hieß sie den Avel, der oben anstand, her sagen, was ihn die Aeltern gelehrt hatten, erinnerteihn auch, deutlich und mit gesammeltem Geiste zu sprechen.
Der Knabe begann:
Ich glaube, daß cs Einen Gott gibt, den allmächtigen, wei-sen, gerechten und gütigen Schöpfer der ganzen Welt, der in die-ser unermeßlichen «chöpfung eine bewunderungswürdige Mannich-faltigkeit seiner Werke, eine feste, unwandelbare Ordnung in derBewegung des Himmels, Abwechselung der Zeiten, Gesetze undKräfte zur Fortpflanzung der Dinge aufgestellt hat, damit diesesAlles bezeuge, die Welt sei nicht durch Zufall entstanden, sondernvon der ewigen Weisheit gegründet. Uns Menschen aber hat Eceine vernünftige Sele gegeben, in der nach seinem Willen dieKenntniß Gottes wie in einem Abbilde leuchten sollte; außerdem