hcrauSgcgebcnc Schrift.
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Hauptsumma der christlichen Lehre i» ihrem ganzen Umfange,rein und treulich gelehrt hat.
Da er zu diesem hochheiligen Amte nach wohl erwogener Ent-schließung des Erzbischofs und Fürsten berufen worden, und imLehren eine solche Treue, Sorgfalt und Mäßigung bewahrt, dieeines frommen Lehrers würdig ist, so macht Ihr ihm mit Un-recht seine Berufung zum Vorwurf. Es ist nicht zu laugncn,daß von Euch die Kirchen lange Zeit vernachlässigt worden sind.Wem kam cs daher mehr zu, das Wohl des Volks zu beherzi-gen, als dem Bischof und Fürsten, der die Meinungen Vieler,und darunter auch die Eucigen vernehmen, und vergleichen wollte,und der in seinem Alter und bei seinem würdevollen Charakternichts Andres sucht oder erstrebt, als daß das Beste des Volksbefördert werde? Ihr wißt es selbst, daß er nur mit den tüch-tigsten Männern aus dem obcrn Klerus Freundschaft unterhält,deren Weisheit und Tugend, wie Euch bekannt, vor den er-habensten Königen und Fürsten bewährt erfunden worden ist;ohne diese Freunde faßt auch er keinen Entschluß. Deshalb ge-ziemte es Erich, über seinen Plan und seine Gesinnung mit mehrBescheidenheit zu sprechen und zu schreiben.
Es haben die „Delecti" ihrer Anklageschrift nach Redner-weise einen jämmerlichen Schluß angehängt, in dem sie zuerstüber die Güter der Kirchen ein Geschrei erheben. Sodann ver-mengen sie unsre Kirchen mit den Wiedertäufern, wälzen allennur erdenklichen Unsinn auf uns, und behaupten, in gänzlicherVergessenheit ihrer eigenen Lasterhaftigkeit, Deutschland werde umunsertwillen mit allgemeinen Plagen hcimgcsucht. Ich antwortevor Allem Einiges in Ansehung der Kirchengüter. Ich weiß, daßweise Männer, wegen der Eintracht und des Ansehens derer, diedas Steuerruder führen, so wie wegen der Verfassung der Kirche,in Sorge sind. Dieses Alles würden sie, wenn sie die Sacherichtig bcurtheilen wollten, ohne Schwierigkeit sichern und wah-ren können, wofern sie nur den Lchrbcgriff, zu welchem wir unsbekennen, annchmen wollten. Denn das Evangelium predigt vonder Erkenntniß und Anrufung Gottes, und schützt die bürgerlicheVerfassung. Aber wenn die Mächtigen die Abgötterei und unge-rechte Fesseln ausrecht zu erhalten streben, so muß nothwendiqSpaltung eintreten. Aus Spaltungen aber geht in der Regel fürbeide Theilc viel Schlimmes hervor. Dennoch aber, obgleich csalso gekommen, können wir das Bekenntniß der Wahrheit nichtunterlassen.