hcrausgegebene Schrift. Z
Lästerungen gegen den heiligen Geist aus. Diese furchtbare Be-schuldigung leicht zu übergehen, wäre selbst ein Unrecht. Eck,Phygius und viele Andere haben wohl in einem wüthendenTone geschrieben, aber solche harte Worte hat kaum Einer vonihnen zu brauchen gewagt. Ich antworte daher, daß cs unseraufrichtigstes und herzlichstes Bestreben ist, die Ehre Gottes undseines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn, zu verherrlichen, dieLehre des heiligen Geistes wahrhaft und rein zu verkündigen, unddas Heil der Kirche zu fördern, damit sie den ewigen Gott undVater unsers Befreiers Jesu Christi im Vertrauen auf sein Mitt-leramt wahrhaft anrufe, und für alle Anruseude die Regierungdes heiligen Geistes erflehe. Um nun dem göttlichen Willen Folgezu leisten, und diese Anrufung in der Kirche rein zu predigen,ist cs noth, Abgötterei und verderbten Cultus zu rügen. Und wirzweifeln nicht, daß unser Streben vor Gott und der Kirche rechterfunden werde. Denn wir befolgen als feste Regel der Lehredie Schriften der Propheten und Apostel, das apostolische, ni-canische und athanasische Symbol, die als gütig erklärten Aus-sprüche der alten Synoden, nämlich der nicänischen, byzantini-schen, ephcsinischen und chalccdonischen, und ähnliche Zeugnisseder alten reineren Kirche. Auch zweifeln wir nicht, daß dieseLehre, zu welcher unsere Kirchen sich bekennen, sei in Wahrheitdie Übereinstimmung der katholischen Kirche Christi; so wachenwir denn auch über dieser Uebereinstimmung, und werden sie mitGottes Hilfe stets treulich gegen allerlei wüthende Angriffe derEpikureer, Jüdischgesinnten, Heiden, Muhamedancr, Häretikerund Aller vccthcidigen, welche die Abgötterei in Schutz nehmen.Es ist uns auch nicht unbekannt, daß die wahre Kirche solcheKämpfe bestehen muß, wie sehr auch das Urtheil der Menschendiese Streitigkeiten tadelt. Denn wir sind der Ueberzeugung, dasEvangelium sei nicht eine ersonnene Mähr, sondern das wahreWort des ewigen Gottes. So scheiden wir uns von dem Wahneder Epikureer, welche meinen, alle Religionen seien ursprünglicherdichtet, zu dem Zwecke, damit die gesetzlos HerumschweisendeMenge zu friedlicher Ordnung und bürgerlichen Pflichten geneigtgemacht werden könnte, und man müsse jederzeit die eben vor-handene Neligionsform, wie sie auch sein mag, in Schutz neh-men, um Störungen in der Harmonie der politischen Verfassungzu verhüten.
Ich habe, in wie weit es für jetzt nöthig schien, auf die al-lerhärteste Schmähung geantwortet. Und kein Mensch in der
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