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lichen Kirchen nicht wieder aufnehmen, sondern wir müssen ihn fürden rechten Antichrist halten." (Tischreden 416.) Nie werden sichaber Genf und Wittemberg zu einer gemeinschaftlichen Annahme erhe-ben , nie werden sie uns eine übereinstimmende Symbolik weisen. Manwird uns nicht täuschen, da wir mit eigenen Augen den Zustand ge-sehen haben, in dem sich die dissentirenden Secten durch den Rationa-lismus, Mysticismus, Pantheismus, Deismus, Atheismus, und alleVerneinungen, in welche sie die freie Forschung führte, befinden.Wollt ihr die beiden Kirchen kennen lernen: in der einen, der lutheri-schen Kirche, kann man noch ein Christ heißen, wenn man wie Strauß,das Leben Jesu geschrieben hat; in der andern, der Genfer Kirche,kann man ein Schüler Jesu Christi heißen, wenn man auch, wie HerrCheneviore, eine Schmähschrift gegen die Gottheit Christi verfaßt hat.Strauß und Cheneviore sind zwei lebendige Zeugen, die, nach unsererAnsicht, die Erbärmlichkeit des protestantischen Prinzips beweisen.
6) W e stp h al.
Pamphlete Westphals. — Disput mit Calvin. — Schmähschriftendes Genfer Reformators. — Verschiedene Citationen. — Betrachtungenüber diese Polemik. —
Calvin mischte sich nicht in die Streitigkeiten der sächsischen Schule,über die ontologischen Probleme; entweder weil der Lärm derselben nichtbis nach Genf drang, oder weil er all seine Kräfte zur Bekämpfungder Gegner der bildlichen Auffassung des Abendmahls Zusammenhaltenmußte, welche die deutschen Protestanten von allen Seiten angriffen.Die Lässigkeit gewann einige Theologen der Zürcher Schule, wie Bul-linger und seine Schüler, welche sich zur Aussöhnung mit Calvin ent-schlossen. Joachim Westphal belastete diese Verbindung mit dem Nameneines Abfalls und erhob heftige ControversenZ)
Das Signal zu den Feindseligkeiten gab der Pastor von Hamburgin einem lateinischen Pamphlet, unter dem Titel: „k'arrszo conlusu-nosrum et intor so llissiäontium opinionum 6o eoona, ox ssd'arnon-tsriorum libris conAosto" (Magdeburg). — Die mit vieler Gluth ge-schriebene Schmähschrift ist voll von wohlberechneten persönlichen Be-leidigungen. Die öffentliche Meinung blieb unschlüssig. Da veröffent-lichte Westphal eine zweite, heftigere Schmähschrift, als die erste war,
8) Henke m 325. HLninghauS, das Resultat re. 8.