§. 5e 7 :
Der Runkel rüben - Anbau fchmälcrt. alfo den Getreide-Bau weder durch Acker-Entziehung, noch dadurch, daßder quantitative Ertrag des Getreides aut' vorher zum Run-kel rübenbau beuulzleu Acker geringer ausiallt, da viel-mehr aus der Erfahrung erwiefen ilt, dal’s der Anbau die-fer Rüben den Acker dazu eignet, einen Löhern Getreide-Ertrag zu liefern.
§, 568.
Das durch den Runkelrüben - Anbau exclulive des Znk-kermalerials zu gewinnende Futter, beliebend aus den Rü-benköpfen, und den daran befindlichen kleinen Blättern,die nach Abnahme der großem , welche zu einem vor-theilbaltern Behuf gebraucht werden, daran bleiben, undaus dem fehr beträchtlichen Rückliande , welchen das Roh-zuckermaterial, nach deflen. Verwendung auf die Zacker-und nachherige Branntweinfabrikalion zurückläßt, bahntden Weg zu einer anfehnfichen Vermehrung des Vichftan-des, fo wie auch zu einer Erfparung des Futterftrohes,welches zum Einllreuen in größerer Menge bleibt, wodurchdie Düngerproduktion lehr vermehrt werden kann.
Da aber der Ertrag der Aecker, im Verhältniß der daraufzu verwendenden beträchtlicheren Düngung, vergrößertwird, fo muß auch noch in diefer Hinlieht der Runkeirü-benbau die vergröfserte Getreideproduction zur unaus-bleiblichen Folge haben.
§. 56g.
Man könnte vielleicht dem Runkelrüben-Anbau imGroßen den Vorwurf machen, daß durch folchen dießrachhütung zu bedeutend gefchmälert wird, und zwartheils, weil der Acker durch die Bearbeitung der Rübenzu rein wird, als dafs auf den darauf folgenden Wiuter-Stoppelfelde, undnaeliherigemSommer-Stoppelfelde, wieauch endlich der darauf folgenden Brache, zur Abhütunghäufiges Unkraut wachten könnte, theils weil der Theildes Brachfeldes, der jedes Jahr zum Anbau der Rüben an-gewendet wird, der Hütung entzogen werden mufs. Dieerfie Urfache der Deterioration der Hütung durch denRuukelrübenban wird wohl keinen Oekonomen beunruhi-gen, fondern jeder verltändiger Landwirlh wird vielmehrt'olchen als eine in ihren Folgen wichtige Acker - Meliora-