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Ausbreitung an der Luft oder gar im Sonnenfehein ausgc-dorret wird, fo behält er unverändert zwev Jahr hindurchdas Vermögen zum Keimen , im dritten Jahre aber ver-lieren zwar noch nicht alle Körner die Keimkraft, jedochwird ihr Vermögen aufzulauien fchon fo gefchwächt, dafsmehrere zurück bleiben, befonders wenn die Witterungdas Keimen nicht lehr befördert. Zum Runkelrüben-Anbau durch das Ausiiecken einzelner Saamenkapfeln iltdabei' drcyjähriger Saamen nicht mehr brauchbar, weilbey diefer Art des Anbaues alles darauf ankommt, dafsjede Saumenhüllc wenigftens eine Pllanze liefert , die aberbey dem Ausftecken von drevjährigem Saamen öfters aus-bleiben würde. Um RunkelrübenpUanzen anzuziehen, dieverpllanzt. werden follen, ilt der dreyjährigc, ja auchwohl noch ein vierjähriger Saamen brauchbar, nur mul»man ihn noch einmal fo Hark ausftreuen, als einen ein-oder zweyjälirigen, weil man annehmen kann, dafs nurdie Hälfte der Körner aufgehen wird.
Sechlter Abfchnitt.
Ueber die ohonomifchen Nebenbenutzungen , wel-che der Anbau der liunkelriiben als Zucker-pflanze gewährt.
§■ 142 .
Wenn die Runkelrüben als Vichfuttcr angebaut wer-den, fo gewährt zwar die eigentliche Rühe oder die Wur-zel immer die Hauptbenutzuiig; allein das AbblaUen derBlätter, welches den Sommer hindurch einigemal wieder-holt wird, ilt eine zweyte fein- vortheilhafte Benutzungdes Runkelrüben-Anbaues, die als bedeutend mit in An-fclilag zu bringen ift.
$• » 43 .
Bey dem Anbau der Runkelrüben, um Zucker darauszu gewinnen, habe ich fchon §. 109. bemerkt, dafs dasAbblatten der grünen Blätter nicht Statt haben darf, ihn-