dien Runkelrübenanbaues von 10,000 Cenhier derfelben auf/ich dazu eignenden Gütern nichts cnlgegenftehl, habe ich denMajor Freyherrn von Koppy, welcher den Rmikclriibcn-bau auf feinen Gütern in diefein Umfang anslührt, umfein Gutachten über die Schwierigkeiten , die. loichem ent-gegen liehen dürften, erfneht; (f. den Belag J'ub LU. A.
661.) , ■weiches ich in der Beylage J'ub Lit. B. 662.mittheile.
Beantwortung der Frage ad b. §. 5 tu. Steht nicht zubefolgen, daß der Getreidebau, oder andere Zweigewirihfehaftlicher Indnftrie , durch den Anbau der zurZuckerfabrikation erforderlichen linnkdrüben, Eiit-J'chränkungen erleiden wird?
§. 565 .
Die Runkelrüben müifen nur auf dem Brachfelde an-gebaut werden. Der ihrem Anbau zu widmende Ackerwird alfo dein Getreidebau nicht entzogen.
§. 566 .
Das Winter-undSommer-Getreide zeichnet Gehobnefrifche Düngung, auf die unmittelbar vorher zum Run-kelrübenbau angewendeten Aecker ganz vorzüglich im Er-trag, fowohl an Stroh als Körnern gegen das aus, was aufAeckern gleicher Art, felbft als erite Frucht in Düngerangebaut wird. Eine im Sommer l 8 o 5 auf AilerhöchhenKönig!. Special-Befehl durch den Herrn geheimen Kriegs-rath, Graf von Carmer in Cunern angellellte Unterfuchung,der zum Rübenbau vorher verwendeten, und damals, mit,Wi nter - und Sommer - Getreide angebauten Aecker, hat foi-clies bewiefen , und es wird auch durch das fub Lit. C.§. 623. beyliegendc Zeugnifs des Controlleur Hudolph be-tätiget.
DieUrfache der fo auffallend durch den Ruukelrüben-anbau crliöhcten Tragbarkeit der Aecker ift darin aufzu-tinden, dafs durch die Bearbeitung, welche diefe Rübenbedürfen, der Boden nicht allein lehr rein lind lockirwird, fondern auch foicliem durch das öftere in Berüh-rung bringen anderer Tlieile feiner Oberlläehe mit der At-mosphäre aus der Luft fruchtbar machende Stolle zuge-führt werden.