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Die europäische Zuckerfabrikation aus Runkelrüben, in Verbindung mit der Bereitung des Branntweins, des Rums, des Essigs und eines Caffee-Surrogats aus ihren Abfällen
Entstehung
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atif dem Boden abgefetzten Unreinigkeiten zur Folge hal te,fo wurde beichloflen , die noch vorhandenen 4 i i Pfundrudizucker erlier Abfclicidimg, in der Klärpfanne der-brike, und zwar anhatt des Ocbfenblutes mit Milch zuklären , in welcher Ablicht diefer Rohzucker fciion amgeftrigen Abend mit fo viel Kalkwaller, dal* auf 100 PfundZucker ia 5 Hund Kal kwaller gerechnet waren, in dieKlärpfanne eingetragen wurde. Durch die Zuleitung der'Wallerdämpfe erhitzte lieh der Inhalt der Hanne binneneiner Stunde zu 3 o Grad Keaumur. Jetzt wurden derZuckeranüöfung Go Quart abgerahmte Milch, mit 1 Quarthachlaulcllig zur Beförderung der Gerinnung zugeletzt,hach Gitiuidiger Zuleitung der Dämpfe war die Klärungbeendigt, und der geläuterte Zuckerfaft wurde -nach vor-heriger Abfchäumung und Durchfeigung inzwey Vordampf-pfannen gebracht. Die Eindickung des Saftes bis zur Kör-nung erforderte 18 Stunden. Als diefer Zeitpunkt ein-getreten war, wurde der vermöge einer fclinellen undnu-regelnjäfsigeii Crihallifation entftandene Rohzucker in17 Melisformen eingetragen, welche über eben fo vied,zur Aufnahme der abüiefsendcn Melaile bcliimmte Ge-fäfse gehellt wurden.

§ 4 D 9 -

Es war noch übrig, den geltem gewonnenen Rum zuArrak zu machen, der dazu erforderliche Zufatz beitehtin folgender Mifchung. 2 Quart Melaile wurden mit leclisder mehr erwähnten zinnernen Malle verdünnter Scliwe-lelfäure , wie Ile zur Säuvung des Ruiikelrübenfaftes an-gewendet wird, vermengt; die Mifchung blieb einige Wo-chen in gelinder Wärme in einem wohlverwahrten Gefäl-le hohen. V011 diefem Zufatze kamenQuart zu 41 -Quartßum, welcher mit den geilem erhaltenen 3 Quart Sclienk-branntwein vermifcht ward, in ein wohl verzinntes Dehii-lirgefäfs, und es wurden fofort 51 Quart, den Arrak anStärke übertreffenden, am Geruch und Gelchmuck ihmaber nur ähnlichen, jedoch fehl' veredelten Branntweinvon 67 Procent Alkoholgehalt abgezogen , welchem durcheinen geringen Zufatz von gebranntem Zucker die Arrak-favbe mitgeLlieilt ward. Eine Probe davon ift den übrigenErzcugnilfen beygefügt. Die lbrtgefetzte Dehillalion lie-ferte noch 1 Quart ^Nachlauf von 4 .Procent Gehalt, wel-cher zur Anfertigung des Elligs benutzt werden kann.