neu Saft zum Sieden zn bringen, eine Fall fecbsmalgrülsi rt: Malle, bey gleich hoher Aniüllung, beynahezum Sieden gebracht. Bey den Verdampfplännen,worin in der Cu.iernlchen Fabrik die Kläre eingedickt
wird , fnilL diefer Unterfchied des Aufwandes an ßreun-floif noch mehr in die Augen, weil durch die voneinem Ke fiel erzeugten Dampfe, zwey lblche Pfannen,jede von 3 6 Quadratfufs Bodeninhalt, zugleich er-hitzt, und folglich eine Fläche von 7.2 Quadratfufsmit verliäitnifsmafsig wenigem! Feuer zum Verdam-pfen gebracht wird , als niithig ill, um indem 3 Fufsim Diameter haltenden Kell'el W aller im Kochen zuerhalten.
§■ ^29.
Als das Gefchäfl der Klärung befeitiget, und der ge-lierte Salt unter Siegel refervirt worden, ward fofort zuder Bearbeitung der auf Branntwein und Eilig zu verwen-denden Rübenabläile gofchrilten. Die nach dem Abpref-len des Saftes von vier Centncr Runkelrüben erhaltenenRückhände betrugen an.Gewicht 181 Pfund. Diele wur-den hierauf mit 180 Quart Waller zu einem weichen Breygekocht, und die Brühe davon abgeprefst, welche beyna-he den Gtlehmack der Brühe von abgekochten Pflaumenhatte. INachdein diele Brühe bis zur Steliwärme abge-kühlt war, wurde lblche mit 3 i Quart guter Bierhefenin einer mäfsig warmen Slube zur Gährung angeliellt.Der Rückhand von der abgeprefsten gährungsfähigen Brü-he , an Gewicht 81 Pfund, kann noch immer als Fütte-rung für das Vieh benutzt werden. Die Thüren der Stu-be, wo die eingemaifchten Runkelrüben - Rückhände ab-gähren foiiten, wurden hierauf verfchioilen und ver-liegelt.
§. 43 o.
Der Grund, aus welchem das zur Gährung anzuftel-lende abgeprefste Runkelrübenmark erh gekocht wer-den mufs, ill folgender: Die Runkelrüben haben in
ihrer Mifclnmg einen fcharfen und dabey flüchtigen Grund-theil, diehr wurde lieh vom Branntwein wegen feinerFlüchtigkeit nicht trennen lallen, wenn er nicht vor deiGährung von der Rübenmalle abgefchieden würde. DasKochen der Riibenabiäl !e vor dem Einmaifchen ift daherzur Verflüchtigung diefes fcharien Princips nothwendig;
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