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Die europäische Zuckerfabrikation aus Runkelrüben, in Verbindung mit der Bereitung des Branntweins, des Rums, des Essigs und eines Caffee-Surrogats aus ihren Abfällen
Entstehung
Seite
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abg

dem gemeinen Kalk ans dem Grunde den Vorzug, weillieh bey der gröfsern Reinheit der erllern , das quantita-tive Verbaltnifs bey den Zutatzen zum Safte, auf welchesin (liefern Falle lehr viel ankommt, richtiger und genauerJjeJlimmen läfst, und er in hieliger Gegend noch keine mitandern Erdarien unvermifehte Kalkfteine erhalten konnte,wie die zu Rüdersdorf bey Berlin, welche die Stelle derKreide vertreten können.

§. 425 .

Nachdem die nütliigen Anhalten zur Operation derKlärung getroffen worden, und alles dazu erforderlichevorbereitet war, nahm diefes Gefchäft um 2 Uhr Nach-mittags folgendermafsen feinen Anfang, ln einer verzinn-ten Pfanne von Harkern Eifenblech, die im Durchmclfer3 iufs g Zoll Rheinländifch, und Zoll Tiefe hat, und wel-che mit einem hölzernen Mantel dergeftalt auf allen Sei-ten umgeben ift, dafs diele hölzerne Bekleidung von denSeiten der Pfanne 1^ Zoll, vom 1 Boden aber 2 Zoll ab-lieht , diefelbe aber überall genau umfchliefst, wurde 1lfuml 2 5-1 Loth 24 Gran lein gepulverte rohe Kreide ein-getragen , fo dafs mithin auf 42 Pfund. Saft, 7-I Loth ge-rechnet waren. Hierauf wurden die 8 Töpfe voll des ge-fäuerten Riibcnfaftes in die Pfanne ebenfalls eingetragen,und mit der Kreide durch Umführen wohl vcrmifcht.Eine Viertelftunde nach diefer Vermifchung wurden vonder zu Kalk gebrannten und mit Waller zu Kalkmilch ge-machten Kreide 18 Loth hinzugefetzt, fo dafs alfo auf je-den Topf voll Saft 2J Loth gebrannte Kreide kam. So-bald die Klärpfanne den Saft aufgeuommen, und derfelbemit der rohen Kreide durch Umrühren vermifclit war,färbte folclicr ein damit befeuchtetes Slreifchen Lackmus-papier roth , zum ollenbaren Beweis, dafs die Kohienfäu-re der Kalkerde fchon frey geworden , und in der FlülBg-keit zcrllrent fey. Dafs nur die entbundene Kohleniäuredie blaue Pflauzeufarbe röthete , wurde noch dadurch be-itätigt, dafs das davon geröthete Papier durch Erwärmungwieder feine vorige blaue Farbe erhielt. Als nach io Mi-nuten die Kalkmilch Kinzugefetzt. wurde, liefs der Saft einanderes Streifclien Laekmuspapier unverändert, wiederzum Beweis, dafs die in der Flüfligkeit hängende Kohlen-säure lieh mit dem Kalk vereinigt hatte. Nach gefchehe-ner Vermifchnng diefer Zufätze durch Umrühren wurdedem zu klärenden Safte noch abgerahmte Milch zugefetsd.