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Zwevtc Abtheilung.
Uebcr die Benutzung der Rächßände der Runhelriibennach der Abpreßling ihres Saftes, zur Anfertigungeines Caßee - Surrogats.
ff. 3-W.
Die Runkelrüben geben, wenn man iie zerhackt,welches am beiten auf den bekannten Kartoffel - Schnei-den gefchieht, nachdem auf Darren dörrt, hierauf in grol-len Trommeln, fo wie die Kaffeebohnen rollet, und end-lich zu Pulver mahlt, ein Caffeefurrogat, das wie alloCaffeefubllitule zwar weder den eigenthiimlich angeneh-men Gefchmack des wirklichen Call'ee, noch die Wirkun-gen dellelben auf den Körper hat, welche feinen Genufsfür die nicilien Menfchen fo angenehm machen ; dalierdiefes Surrogat, fo wenig wie alle andere, den arabifchenCall'ee erfelzen kann. Indellen ill doch folches nicht nurallen mir bisher vorgekommenen Call’ee - Stellvertreternim Gefchmack ganz an die Seite zu Hellen, in der Wir-kung aber manchen, befonders dem am meiden gepriefe-nen Cichorien- Call'ee, vorzuziehen, der bey vielen Men-fclien auf die Gefundheit nachtheilige Wirkungen hat.Die Brauchbarkeit der Runkelrüben zur Anfertigung ei-nes Call'eefurrogats für diejenigen, die dem Genufs deswirklichen Call’ee cnLfagen müil'en , ill auch fo allgemeinanerkannt, dafs in den Prcufsifchen Staaten die Fabrika-tion des Runkelrüben - Cnlfees ein lnduftriezwcig gewordenifl, der mit VorLheil fabrikenmäfsig im Grolsen febouliingft, und ehe ,ich den Nutzen diefer Rüben zur Zucker-fabrikation zeigte, betrieben wird,
ff. 345.
Der Zucker, den die Runkelrüben enthalten, undder bey dem Rolfen derfelben in den Trommeln, theilsnur in etwas eatmifcht, theils ganz verbrannt wird, giebtdem Runkelrüben - Call'ee einen eigenthiimlich bittern un-angenehmen Gefchmack, den er nicht haben würde, wenndie Runkelrüben keinen, oder doch nur viel wenigerZucker enthielten, deshalb ill das aus Runkelrüben , wo-von man den Saft abgeprefst hat, mit welchem dev Zuckerabgeführt wird, verfertigte Caffee- Surrogat, wie es dieErfahrung beflatigt, dem aus ganzen Runkelrüben gemach-