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Die europäische Zuckerfabrikation aus Runkelrüben, in Verbindung mit der Bereitung des Branntweins, des Rums, des Essigs und eines Caffee-Surrogats aus ihren Abfällen
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Um aus dc-m nach Inhalt des vorRehemlen §. eidialte-ilen Branntwein Rum zu machen, wird den Abend vordem Tage, an welchem man l'riih Morgens die Bearbeitungdellelben vornehmen will, davon ein nach Quarlmaafs be-kanntes Quantum , in einer lehr ftark verzinnten, bel'on-ders im Boden mit einem dicken L'eberzug von Zinn be-kleideten DeltillirbJafe gebracht, und folehem in der Bla-fe auf löo Quart dcflelben 2 Pfund von der zur Säurungdes Runkelrübenfaftes dienenden nach §. 207. verdünntenSchwefelfäure , und l4Pfund gepulvertefrifcli uusgegluliteKohlen von Erlen -oder BüchenhoLr., zugefetzt. INadidemman diefe Mifchung durch Rühren wohl durch einandergebracht hat, wird die OcHhung der Blafe gut verfchloifen.Den darauf folgenden Morgen .wird das Ganze nochmalsrecht durchgeriihrt, der Helm aufgefetzt und zur langl'a-men Deftillation bey der heften Vorforge für die befländi-ge Abkühlung gefchrilten, womit fo lauge ohne Abweeli-felung der Vorlage fortgefehritteii wird , bis dafs der Al-koholgehalt des ganzen Deftiilals anfängt unter (55 ProcentZufällen. Diefes üeftillat iftderRum, der dem indifcheilan Gefehmack gleich, au SLärke aber überlegen ift.

§. 3i8.

Nach der Wegnahme der Vorlage, in die der Rumiibergegangen ift, legt man eine andere vor, und fetzt dieDeftillation fo lauge fort, als das gelammte Deltiüat niclitunter 5o Procent Alkoholgehalt fällt; fo bald diefes ge-fchieht, wird die Vorlage abermals gewerhfelt und dieDefüllation fo lange fortgefetzt, bis dafs diefes dritte undletzte Deltillat auf 6 Procent gefallen ilt , worauf folchesals Branntwein -Nachlauf betrachtet, zu der im 33/. $. zubefchreibenden Benutzung auf bewahrt wird. Das mildereDeiiillatvou 5o Procent Alkoholgehalt wird etwas gelblichgefärbt, und ift alsdann an Gefehmack dem Coniak ähn-lich , dem berühmten Schweizer Kirfchwaflcr aber ganzgleich. Den eigeuthümlichen weinigen Geruch und Go-fchmack diefes fpiriLuöfen Getränks erhält es gröfstentheilsdurch die zur i'ärbung tl eil eiben dienende Farbe , die auffolgende ArL gemacht wird. Man tröpfelt auf weifsen ral-linirten Zucker nach und nach fo viel höclilt conccntrirteSchwefelfäure , oder ibgenanntes Vitriolül , langfam inZwilchtnräumen von einer YierteRiunde , als nöthig?