vermifehtcn und bis zu feiner weitern Verarbeitung in.Vermiichung bleibenden Saft, gefütterten Saft.
§• f‘ 7 -
Um den Saft Zu fäuren, wird in meiner und der'Krainer Fabrike folgeudergeüalt verfahren: Es werden
6 blecherne ÄJaafs Runkelrübenfaft Fig. 49. Tab. VI. voni 48 -'- Cubic-Zoil Inhalt, wovon jedes 7 Pfund *) Run«kelrübenfaft in lieh fafst, in einem ILeinernen , uder viel-mehr zu Steingut gebrannten Topf Fig. 5 o. Tab. VI. ge-füllt. Zn den 42 Pfund Saft, die ein aifo angefülilerTopf enthält, werden n| Loth verdünnte Schwcfeifäurezugefetzt, die in dem Vcrhältuille verdünnt, l’chon im-mer vorräthig feyn mufs, dafs zu 100 Pfund Schwefel-iaure von 70 Grad Concentration, 209 Pfund Waller ge-milcht werden, welches mit dem Mifchungsverhallniilevon 100 Pfund Ruukeirübeniaft und G77 Gran Schwefellaurevon 70 Grad Stärke nach Beaume feinem Schwer melier über-einftiinmt. Die zugelrtzte Säure wird durch RüJire.n vermit-teift eines hölzernen Spatels mit dem Saft vermifcht, und derTopf mit dem gefäuerten Saft an einen kühlen, jedoch lufti-gen und niciu dumpligen Ort hingeftellt, w r o es bis zum fol-genden Tag liehen bleibt. Der Saft, den man im Vor-mittage abpreist, mufs zum Mittag, und der im Laufe desNachmittags abgeprefste, auf den Abend gelauert werden,je eher diei'es nach feiner Abpreilüng gcfchieht, je heileres ift, weil der Saft fehl’ leicht in eine, wo nicht merk-liche, jedoch der Zuckergewinnung fehl 1 nachlheiiige Gäh-rung übergeht, deren Eintritt durch den Zu falz der Säureverhindert wird. Die BeiUüigung hiervon enthält der 449.
§. 208.
Wenn man bey der erften Anlage der Fabrike nichtauf Verringerung des Koftenaufwandes zu leben hat, fowird in der folge bey dein Betriebe der Fabrikation da-durch anfelnilich gewonnen, dafs man den Saft nicht in fokleinen und deshalb fo zahlreich werdenden und zerbrech-lichen Gefafsen, als die Säurungstöpfe von 42 Pfund In-halt an Saft ihid, lauert, fondern dazu zinnerneKelfelan-
*") Unter den Gewichtsangaben verliehe ich immer das fchlrlifcrc.loa rdilefifcbe Pfand lind gleich ioo Berliner Pfund, oder ei-nem Berliner Centner.